6,1 Millionen Euro - Hessen zahlt für leerstehende Immobilien
Das Land Hessen hat im vergangenen Jahr rund 6,1 Millionen Euro Miete für leerstehende Immobilien gezahlt. Das geht aus einer Antwort des Finanzministeriums auf eine Anfrage des fraktionslosen Landtagsabgeordneten Sascha Herr hervor.
Bei dem überwiegenden Teil dieser Immobilien handele es sich um "LEO-Objekte".
Immobilien verkauft und vom Käufer gemietet
Bei diesem Programm hatte die damalige Landesregierung von 2004 bis 2006 insgesamt 55 Liegenschaften für rund 2,1 Milliarden Euro verkauft und diese anschließend für bis zu 30 Jahre zurückgemietet. Die Kosten für die Rückanmietung der verkauften LEO-Objekte belaufen sich laut Ministerium seit Beginn der Anmietung im Jahr 2004 bis zum 31. Dezember 2025 insgesamt auf rund 2,5 Milliarden Euro.
Gründe für den Leerstand unklar
Auf die Gründe für den Leerstand wird in der Anfrage nicht eingegangen. Insgesamt werden in Hessen 319 bebaute Immobilien vom Landesbetrieb Bau und Immobilien (LBIH) verwaltet. Eine einzelne Liegenschaft kann nach Angaben des Finanzministeriums auch aus mehreren Gebäudeteilen inklusive Nebenbauten und Garagen bestehen.