Polizei kontrolliert in Zivil - Mutmaßliche Buntmetall-Betrüger erwischt
Bei einer großangelegten Verkehrskontrolle auf den Autobahnen in Südhessen haben Zivilfahnder zahlreiche Fahrzeuge ins Visier genommen. Besonders ein Transporter auf der A67 bei Gernsheim zog die Aufmerksamkeit der Ermittler auf sich. Die Beamten entdeckten darin rund 450 Kilogramm Buntmetall mutmaßlich illegaler Herkunft.
Die landesübergreifende Kontrollaktion der Polizei zielte darauf ab, Einbrecher und Diebe abzuschrecken. Insgesamt nahmen die Beamten aus Hessen und Rheinland-Pfalz 48 Fahrzeuge und 69 Personen genauer unter die Lupe.
Transporter ohne Versicherung
Die Fahnder stoppten auf der A67 bei Gernsheim einen Transporter mit britischen Kennzeichen. Bei der Überprüfung stellte sich den Angaben zufolge schnell heraus, dass das Fahrzeug weder versichert war und auch keine Steuern gezahlt wurden.
450 Kilo Kupfer und Messing
Im Laderaum stießen die Beamten dann auf etwa 450 Kilogramm Buntmetall, darunter Kupfer, Messing und dicke Stromkabel. Die drei Insassen konnten keine plausible Erklärung abgeben, woher das wertvolle Material stammte. Wegen des Verdachts der Hehlerei klickten bei den Männern vorläufig die Handschellen.
Spuren in andere Bundesländer
Nun laufen Ermittlungen, ob das Trio für vier weitere Diebstähle von Buntmetall in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg in Frage kommt. Zudem besteht laut Polizei der Verdacht, dass sich die Männer illegal in Deutschland aufhalten und unerlaubt arbeiten.
Ermittlungsverfahren und Kaution
Die Beamten stellten die Reisepässe sicher und unterzogen das Trio einer erkennungsdienstlichen Behandlung. Nach der Zahlung einer Sicherheitsleistung von mehreren hundert Euro wurden die Männer wieder auf freien Fuß gesetzt, entsprechende Verfahren laufen.
Insgesamt leiteten die Fahnder bei der Kontrollaktion zwölf Ermittlungsverfahren ein – unter anderem auch wegen Urkundenfälschung und Fahrens ohne Fahrerlaubnis.