Niedriger Krankenstand in Hessen: Diese Stadt überrascht
Hessen sind seltener krank - Hier sind die Fehltage am niedrigsten
Die Bundesregierung will strengere Regeln bei der Krankschreibung. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Hessen waren zuletzt allerdings etwas seltener krankgeschrieben - das zeigt eine Analyse der Betriebskrankenkassen.
23 Tage fehlten die Hessinnen und Hessen letztes Jahr im Schnitt krankheitsbedingt im Job. Ein Jahr vorher waren es noch 23,4 Tage, sagt die BKK. Allerdings gibt es regional deutliche Unterschiede.
Regionale Unterschiede groß
Frankfurt am Main hatte 2025 die wenigsten krankheitsbedingten Fehltage mit 17,9 Tagen pro Beschäftigtem. Den höchsten Wert verzeichnete Hersfeld-Rotenburg mit 28,4 Tagen. Das zeigt erneut das Nord-Süd-Gefälle in Hessen. Auch andere nördliche Kreise wie Werra-Meißner, Schwalm-Eder, Waldeck-Frankenberg, Vogelsberg oder Lahn-Dill haben hohe Werte.
Hessen im bundesschnitt weit vorne
Im Vergleich der Bundesländer gehört Hessen weiterhin zu den Ländern mit einem vergleichsweisen niedrigen Krankenstand. Hinter Baden-Württemberg, Bayern und Hamburg liegt Hessen auf dem vierten Platz.
Lange Ausfälle als Kostentreiber
Große Kostentreiber sind laut BKK nicht kurze Erkältungen, sondern lange schwere Krankheiten. "Es sind die langen, oft Muskel-Skelett und psychisch bedingten Ausfälle, die zum eigentlichen Kostentreiber werden", sagte Anne-Kathrin Klemm, Vorständin des BKK Dachverbandes.
Anstieg beim Krankengeld
Das Krankengeld, das erst ab dem 43. Krankheitstag gezahlt wird und damit vor allem Menschen mit langwierigen Erkrankungen betrifft, zähle inzwischen mit bundesweit 21,6 Milliarden Euro zu den größten Ausgabepositionen der gesetzlichen Krankenversicherung überhaupt, so die BKK. 2025 entfielen demnach mehr als ein Viertel aller Fehltage auf den Bezug von Krankengeld. Die Krankengeldtage seien in den vergangenen zehn Jahren um 24,4 Prozent gestiegen.