Tierrettung in Mainz - Möwe am Stahlseil, Hund im Auto gerettet
Zwei ungewöhnliche Einsätze beschäftigten die Feuerwehr Mainz zuletzt: Erst musste eine Möwe hoch über dem Rhein aus einem Stahlseil befreit werden, dann ging es um einen Hund, der allein in einem Auto ausharren musste. Beide Tiere hatten am Ende Glück.
Am frühen Abend wurde die Feuerwehr Mainz zur Theodor-Heuss-Brücke in Mainz-Altstadt gerufen. Eine Möwe hatte sich dort mit einem Angelhaken am Fuß in einem Stahlseil eines Auslegers verfangen und kam aus eigener Kraft nicht mehr frei. Das Tier befand sich rund acht Meter von der Brücke entfernt - eine schwierige Ausgangslage für die Retter.
Brücke gesperrt, Drehleiter im Einsatz
Um möglichst nah an die Möwe heranzukommen, sperrten Feuerwehr und Polizei den Verkehr auf der Brücke zeitweise und brachten eine Drehleiter in Stellung. Über die Leiter gelang es den Kräften schließlich, die Distanz zu überbrücken und den Vogel vorsichtig vom Stahlseil loszuschneiden. Die Möwe flog anschließend zwar entkräftet, aber selbstständig davon.
Applaus von Passanten
Wegen des schönen Wetters verfolgten zahlreiche Passanten die Rettungsaktion vom Ufer aus. Als die Möwe schließlich wieder frei war, gab es spontanen Applaus. Zwei Passantinnen bedankten sich anschließend ausdrücklich dafür, dass für die Rettung eines einzelnen Vogels ein solcher Aufwand betrieben wurde - für die Feuerwehr ist die Hilfe für Tiere in Not jedoch selbstverständlicher Bestandteil ihrer Aufgaben. Im Einsatz waren sieben Kräfte der Feuerwehr Mainz sowie vier Beamte der Polizei.
Hund allein im Auto beim TSV Schott
Auch bei einem zweiten Einsatz stand ein Tier im Mittelpunkt: Die Feuerwehr Mainz wurde zu einem Parkplatz im Bereich des Geländes des TSV Schott gerufen, wo ein Hund allein in einem Auto saß, ohne dass der Halter in der Nähe war. Weil sich der Hund im Innenraum bewegte, hatte vermutlich die Alarmanlage des Fahrzeugs ausgelöst - Passanten alarmierten daraufhin die Feuerwehr.
Suche nach dem Halter erfolglos
Die Einsatzkräfte stellten fest, dass der Wagen nicht verschlossen war, und öffneten zunächst eine Tür, um Luft ins Fahrzeug zu lassen. Die anschließende Suche nach dem Fahrer durch Feuerwehr und Polizei im Umkreis blieb ebenso erfolglos wie Durchsagen auf dem Sportgelände. Die Feuerwehr brachte den Hund daraufhin ins Tierheim Mainz und hinterließ einen Zettel im Fahrzeug.
Happy End und Warnung der Feuerwehr
Dank des Zettels konnte der Besitzer seinen Hund inzwischen wieder abholen. Die Feuerwehr nutzte den Einsatz für einen eindringlichen Hinweis: "Bitte lassen Sie keine Tiere unbeaufsichtigt in einem Fahrzeug." Durch Sonneneinstrahlung könnten sich Fahrzeuge so stark aufheizen, dass Tiere daran sterben. Wer ein Tier in einem parkenden Auto entdeckt und den Halter nicht ausfindig machen kann, sollte sich umgehend an Polizei oder Feuerwehr wenden.