12 Gründer-Projekte im Finale von Wettbewerb "Hessen.Ideen"
Gründer-Preis "Hessen.Ideen" - Weideroboter, Aperitif und Co im Finale
Zwölf innovative Gründungsideen aus hessischen Hochschulen haben es ins Finale des Hessen Ideen Wettbewerbs geschafft. Es winken nicht nur wertvolle Kontakte, sondern auch ordentliche Preisgelder. Nominiert sind beispielsweise “Gutsbee”, ein alkoholfreier Aperitif, und ein KI-gestützter Weidezaunroboter.
Am Donnerstagabend (24.9.) wird der Preis in Frankfurt am Main verliehen. Für das Sieger-Projekt sind 10.000 Euro vorgesehen, das zweitplatzierte Team bekommt 7.500 Euro und der dritte Platz ist mit 5.000 Euro dotiert. Zusätzlich wird in Kooperation mit der Forschungs-Initiative hessian.AI ein mit 5.000 Euro dotierter KI-Sonderpreis vergeben.
Weidezaunroboter will abräumen
Die nominierten Teams stammen aus ganz Hessen und decken unterschiedlichste Fachbereiche ab. Mit dabei ist beispielsweise der Weidezaunroboter, der von Carsten Bruckhaus und Hannah Graef von der Universität Kassel entwickelt wird.
Er hilft Landwirten bei einem großen Problem: Ihre elektrischen Weidezäune funktionieren nicht, wenn die Wiese in den Zaun reinwuchert. Bruckhaus und Graef wissen beide aus eigener Erfahrung, dass Zaunpflege harte Arbeit ist. Der Weidezaunroboter kann Zäune selbstständig freimähen und erkennt dank einer Stereokamera und mit Hilfe von KI Störungen am Zaun.
Feierlich anstoßen - aber alkoholfrei
Lisa Pfenning und Julia Binder wollen den Markt für alkoholfreie Getränke aufmischen: Mit "Gutsbee" entwickeln sie am Standort der Hochschule Geisenheim einen alkoholfreien Aperitif, der auf Fermentation setzt, die rechtzeitig gestoppt wird. Künstliche Aromen oder eine nachträgliche Entalkoholisierung werden so vermieden.
Für das komplexe Aroma des Getränks sind unzählige Mikroorganismen verantwortlich. Sie verleihen dem Aperitif laut den Macherinnen eine besondere Tiefe und Struktur. Das Ergebnis soll fruchtig, prickelnd und leicht herb schmecken.
Aus dem Labor in die Bars
Während Julia Binder im Labor an der Rezeptur tüftelt und aufpasst, dass die Mikroben nicht zu sehr toben, plant Wirtschaftsingenieurin Lisa Pfenning unter anderem den Vertrieb. Ihr erklärtes Ziel: Der neue Aperitif soll schon bald aus dem Labor auf die Getränkekarte von Bars und Restaurants kommen.
Das sind die Finalisten
Koordiniert wird der Wettbewerb gemeinsam von der Universität Kassel und der Technischen Universität Darmstadt. Die Schirmherrschaft übernimmt laut den Organisatoren des Wettbewerbs das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur. Der Preis soll die Gründer auf dem Weg von der ersten Skizze zum fertigen Unternehmen unterstützen.
"Hessen.Ideen" richtet sich ganz gezielt an Hochschulangehörige sowie Alumni, die mit ihrer Idee noch am Anfang stehen, heißt es von der Organisatoren. Diese zwölf Teams stehen im Finale:
- Akua aus der Frankfurt School of Finance & Management
- AVVA aus der Philipps-Universität Marburg
- Echtzeit-3D-Terahertz-Bildgebung für industrielle Anwendungen aus der Goethe-Universität Frankfurt
- GUTSBEE aus der Hochschule Geisenheim University
- Hemodynamix aus der Justus-Liebig-Universität Giessen
- ONDA AUDIO aus der Hochschule für Gestaltung Offenbach
- OptiMigration aus der Technische Universität Darmstadt
- ORUS 2.0 aus der Technische Hochschule Mittelhessen
- PRISM aus der Justus-Liebig-Universität Giessen
- waterprint aus der Goethe-Universität Frankfurt
- Weidezaunroboter aus der Universität Kassel
- Workcraft aus der Technische Universität Darmstadt