Plüschige Teddybären in Mainz - Seelentröster für Kinder
Die flauschigen Seelentröster-Teddys fahren jetzt in den Mainzer Streifenwagen mit. Sie sollen Kindern Trost und Halt in schwierigen Situationen geben.
Die Idee dazu stammt von einem Polizei-Ehepaar aus Koblenz, das einen Entwurf aus einer Bachelorarbeit in ein breites Projekt umgewandelt hat. Inzwischen wurden alle 375 Funkstreifenwagen in Rheinland-Pfalz mit den Teddybären ausgestattet.
Für Kinder in schwierigen Situationen
“Manche Kinder reden lieber mit Teddybären als mit Erwachsenen, um in diesem Moment Trost und Halt zu bekommen”, betont die Mainzer Polizeisprecherin Luisa Roth. Die Teddys sind speziell für Kinder oder Menschen mit Beeinträchtigungen gedacht, die traumatische Situationen erleben. Sei es durch Verkehrsunfälle, häusliche Gewalt oder den Verlust eines Angehörigen.
Türöffner für schwierige Gespräche
In einem außergewöhnlichen Moment sollen die Teddys in erster Linie Trost spenden. Für die Beamten vor Ort ist das Kuscheltier aber auch ein wichtiges Werkzeug: Es erleichtert es, mit den Kindern ins Gespräch zu kommen. Der Teddy wirkt oft als kleiner Türöffner, durch den die Kinder aus sich herauskommen und den Polizisten vertrauen. So kann das Erlebte gemeinsam zu überwunden werden.
Ein bis zwei Teddys pro Streifenwagen
Ein Gespräch oder professionelle Hilfe ersetzen die Teddys nicht, aber sie bauen eine Brücke. “Wir haben ein bis zwei Teddys pro Streifenwagen”, sagt Roth. In Mainz sind rund 170 Teddybären mit an Bord. Bis Ende 2027 werden die Teddys in ganz Rheinland-Pfalz von der Stiftung Kriminalprävention finanziert. Sie sind jetzt ein fester Bestandteil der Streifenwagen-Ausrüstung.
Kuscheltiere bleiben bei den Kindern
“Der schwierige Moment geht oft über Tage oder Wochen hinweg, deshalb ist es wichtig, dass der Teddybär bei einem bleibt und nicht wieder weggenommen wird”, betont Roth. So wandert der Teddy nicht zurück ins Auto, sondern bleibt beim Kind. Die Kuscheltiere sind nicht nur für den ersten Schockmoment da, sondern als Halt und Stütze weiterführend. Sie gehören dann den Kindern und sind dafür da, langfristig ein Begleiter zu sein.