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Kinotipp: The Lost City - Schöne Menschen auf Dchungeltrip

Schöne Menschen im Dschungel - Kinotipp: The Lost City

Schöne Menschen auf unfreiwilligem Dschungeltrip: Sandra Bullock und Channing Tatum stolpern durch ein schräges Abenteuer. FFH-Kinomann Volker Willner urteilt: ruppiger Spaß mit ordentlicher Gag-Dichte.

10 Euro kostet dein Kinoticket – acht ist es wert.

Die menschenscheue Bestseller-Autorin Loretta (Bullock) wird auf der Werbetour für ihren neuen feuchtheißen Abenteuerroman von einem exzentrischen Milliardär (Ex-Harry Potter Daniel Radcliffe) entführt. Sie soll ihn zu einem sagenumwobenen Schatz führen, der auf einer fernen tropischen Insel versteckt ist. Schönling Alan, das Covermodel ihrer Romane, versucht, seine Arbeitgeberin zu retten.

Okay, das klingt nach Abenteuer-Business as usual auf der Leinwand. Ein bisschen „Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten“, ein bisschen „Indiana Jones“. Aber das Ding hat überraschend viel Charme. Erstens, weil der Film in keiner Sekunde mehr sein will als lässig-lustiges Popcorn-Kino – ballaststofffrei mit Spaß dabei. Zweitens lieben Sandra Bullock und Channing Tatum deutlich sichtbar ihre Rollen. Bullock als hölzern-hochnäsige Autorin, Tatum als treue, nicht allzu große Leuchte – das funzt. Da wird munter getollpatscht und gekalauert. Bullock darf Tatum angeekelt ein paar Blutegel vom nackten Hintern rupfen. Und natürlich wird eine Liebesgeschichte draus.

Zwischendurch geht der Story mal die Luft aus. Zu gefühlig wird’s da, und das geht auf Kosten des Tempos. Uns bleibt Zeit, kurz zur Toilette zu gehen. Und dann kriegt „The Lost City“ auch schon wieder die Kurve.

Das Ganze hätte man als Low-Budget-Nummer runterkurbeln können. Aber das Setting macht richtig was her. Und der Film gönnt sich für ein paar aufregende Minuten Superstar Brad Pitt – als Kampfmaschine im Hippie-Look. Bullock: „Warum sehen Sie so gut aus?“ Pitt: „Mein Dad war ein Filmstar“. Haha. Hahaha.

Volker Willner

Reporter
Volker Willner

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