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Wie entsteht ein Ring um die Sonne?

Faszinierender Effekt - Warum hat die Sonne einen Ring?

Wie sieht die Sonne aus? Klar: Ein runder heller Ball am Himmel - das kann eigentlich jedes Kind sagen. Doch wer heute rund um Frankfurt, Limburg und Friedberg an den Himmel geschaut hat, der wurde von einem ungewöhnlichen Anblick überrascht. Die Sonne am blauen Himmel hat einen deutlich sichtbaren, leuchtenden Ring. Wie entsteht dieses Phänomen?

Natürlich hat die Sonne nicht wirklich plötzlich einen Ring bekommen. Was man dort am Himmel sieht ist vielmehr ein optischer Effekt, der durch Eiskristalle in der Luft verursacht wird. Diese feinen Kristalle in ca. 7 bis 12 Kilometer Höhe kann man häufig auch als feine Schleierwolken beobachten. Sie brechen das Licht der Sonne und können so verschiedene Licht-Effekte an den Himmel zaubern.

Wie entstehen Halos um die Sonne?

FFH-Wetterexperte Dr. Martin Gudd

Das ist eine ganz eine Ich. Sag 's einfach mal eine stinknormale. Optische Erscheinung. Die hast du Vent Licht durch Eiskristalle oder generell durch irgendeinen Stoff durch muss der gefrorene ist. Und das ist eben immer dann der Fall. Wenn dünne Eis Wölkchen da sind so kleine Schleierwolken in sieben bis zwölf Kilometern Höhe. Die waren eben heute da über 'ne Town. Oh, super. Im Rhein-Main-Gebiet und so Und. Deswegen gibt 's dann durch geometrische Optik an den Lichtstrahlen Ringe. Mal verschiedene Formen Kleider rege wir heute große Ringe Teile von Riley Lichtsäule de Lichtpunkte und so weiter und sofort seine wahre brachten der Band. Wieso ist es überhaupt zu eisekalt in zwölf Kilometer Höhe?

Davon merken wir ja da nicht hier unten Okay. Also bei den Wolken ist es bei minus fünfzig minus sechzig Grad schon arg kalt. Das merkt auch das Wasser in den Wolken. Das ist nämlich gefroren und kommt dort oben fast nur als Eiskristalle vor. Jetzt hab ich ehrlich gesagt, sowas noch nicht so oft gesehen. Wie oft kommt denn so ein Hailo vor Total häufig Man sollte es gar nicht meinen. Und zwar an achtzig bis ein Hundert Tagen. Im Jahr sehen wir die Dinger natürlich nicht so toll wie heute. Meist immer nur verschwommen oder mal Teile davon. Und es kommt aber auch so vor wie heute, dass die also auffallend sind. Und dann ist die Aufregung groß, aber für Sabine.

Die Geschichte kennt sogar Fälle schon ganz andere Dinge. Also wir kennen Hallo Erscheinungen aus dem dreizehnten bis sechszehnte Jahrhundert, wo die Leute richtig Angstzustände gekriegt haben, auf die Knie gefallen sind und gedacht haben jeden Moment ist das Ende der Welt. Gott sei Dank. Sind wir da ein bisschen weiter als Stimmt?

© HIT RADIO FFH

Beispielsweise sogenannte "Nebensonnen", das sind farbige Lichtflecken die man links und rechts der Sonne strahlen sieht. Sind die Bedingungen besonders gut, dann entsteht sogar ein kompletter, deutlich sichtbarer Ring rund um die Sonne, der wirkt als hätte sie plötzlich einen Heiligenschein bekommen. Solche Lichteffekte werden auch als "Halo" bezeichnet. Das Wort ist von dem griechischen Wort halos abgeleitet, was so viel wie Scheibe bedeutet.

Ringe um die Sonne zu jeder Jahreszeit möglich

Halos kann man übrigens nicht nur bei der Sonne beobachten. Auch um den Mond kann sich unter den passenden Bedingungen ein leuchtender Ring bilden. Und da die dafür verantwortlichen Eiskristalle in sehr großen Höhen entstehen, in denen es sehr kalt ist, können die Effekte zu jeder Jahreszeit auftreten. Denn selbst wenn bei uns unten am Boden sommerliche Temperaturen herrschen, sind es in den Höhen der Eiswolken trotzdem weiterhin zwischen -50 und -60 Grad, so dass dort oben Wasser eigentlich nur in gefrorenem Zustand vorkommt.

Darum sind solche Lichteffekte auch viel häufiger, als man denkt. An etwa 80 bis 100 Tagen im Jahr kann man solche Erscheinungen beobachten, üblicherweise aber nicht so klar und auffällig wie in diesem Fall. Meistens sieht man nur Teile des Rings oder er ist so undeutlich und verschwommen, dass er gar nicht auffällt.

Marc Adler

Autor
Marc Adler

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