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Die deutsche Nationalhymne wird 100

100 Jahre Nationalhymne - Fakten, Hymnen-Fails und Co

Happy Birthday, deutsche Nationalhymne! Am 11. August 1922 erklärte der Reichspräsident Friedrich Ebert das Lied zur Nationalhymne der Weimarer Republik. Doch auch noch 100 Jahre später ertönen ihre Klänge: Sei es bei staatlichen Anlässen als Playback oder von unserer Nationalelf im Stadion (mehr oder weniger) gesungen.

Wir haben für euch einige Fakten rund um die deutsche Nationalhymne gesammelt, die ihr mit Sicherheit noch nicht kanntet!

In 90 Sekunden: Die Entstehung der Hymne

Der Text der Nationalhymne entstand im Jahr achtzehn Hundert ein und vierzig. Geschrieben hat den der Dichter August Heinrich von Fallersleben auf der Insel Helgoland und von wegen Einigkeit. Damals bestand Deutschland aus neun und dreißig kleinen Staaten, die sich alles andere als einig waren. Fallersleben störte das genau wie viele andere auch. Er war damals übrigen schon bekannt mit diesem Kinderlied. Jetzt wollte er aber ein Lied für die deutschen schreiben.

Und sie so Verein, ernannte es passenderweise. Das Lied der Deutschen erdachte sich innerhalb weniger Stunden drei Strophen aus. Nur eine Melodie hatte er noch nicht. Er fragte einen Freund. Und der schlug die Melodie eines Liedes aus. Österreich vor. Der Komponist Joseph Haydn hatte dieses Lied für den österreichischen Kaiser Franz komponiert.

Es gefiel Fallersleben und passte auch hervorragend auf seinen Text. Neunzehn Hundert zwei und zwanzig machte dann der Politiker Friedrich Ebert das Lied der Deutschen zur offiziellen Nationalhymne. Heute singen wir aber nur noch die dritte Strophe.

Die ersten beiden sind verpönt, weil sie als Verherrlichung des Nationalsozialismus verstanden werden können.

© HIT RADIO FFH

Fakten & Fails rund um die Hymne

Von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben stammt der Text, von Joseph Haydn die Melodie: Das „Lied der Deutschen“ wurde im Jahr 1922 zur offiziellen deutsche Nationalhymne erklärt.

  • Der Text „Einigkeit und Recht und Freiheit“ steht auf dem Rand der deutschen 2-Euro-Münze.
  • Von Kinderliedern zur deutschen Hymne: Fallersleben schrieb viele bekannteste deutsche Kinderlieder wie zum Beispiel "Alle Vögel sind schon da". Auch „Ein Männlein steht im Walde“ ist nur eins der vielen Lieder, die aus seiner Feder stammen.
  • Fallerleben flüchtete zum Auskurieren nach einer unglücklichen Liebe auf die Insel Helgoland. Nach einem kleinen Besäufnis/Nach ein paar Krügen zu viel Bier entstand dort „Das Lied der Deutschen“.
  • Wegen seiner politischen Ansichten führte August Heinrich Hoffmann von Fallersleben für viele Jahre ein Wanderleben im Exil. Man warf ihm aufgrund seiner Texte „politisch anstößige Grundsätze und Tendenzen“ vor, entzog ihm wenig später die preußische Staatsbürgerschaft und verwies ihn des Landes. 
  • Hymnen-Fauxpas: Beim Eröffnungsspiel in der Allianz Arena im Jahr 2005 hatte Sarah Connor die Ehre, die Nationalhymne zu singen. 66.000 Fußballfans in der Arena und Millionen Zuschauer Zuhause waren verdutzt, als die Sängerin jedoch anstatt "Blüh im Glanze dieses Glückes" pötzlich "Brüh im Lichte dieses Glückes" sang. 

Sarah Connor singt Nationalhymne

  •  Ähnlicher Fehler im niederländischen Fernsehen: Dort wurde vor dem EM-Achtelfinale der deutschen Fußball-Nationalmannschaft 2021 der falsche Hymnen-Text des Deutschlandliedes angezeigt. Nicht der Untertitel der dritten Strophe mit "Einigkeit und Recht und Freiheit“ lief bei den niederländischen TV-Zuschauer über den Fernseher, sondern die erste Strophe, welche sieben Jahre nach Kriegsende 1945 als Strophe der Nationalhymne bereits abgesetzt wurde.
  • In der Kürze liegt die Würze: Der Liedtext des "Lied der Deutschen" mit allen drei Strophen hat nur 616 Zeichen, die dritte Strophe, unsere offizielle Nationalhymne, beinhaltet nur 258 Zeichen (ohne Leerzeichen).  
  • Heftige Pfiffe bei Nationalhyme: Vor dem Bundesliga-Auftaktspiel Eintracht Frankfurt gegen Bayern München gab es ein lautes Pfeiffkonzert. Während "Glasperlenspiel"-Sängerin Carolin Niemczyk sang, zeigten einige Fans ihren Unmut über die, ihrer Ansicht nach, verzichtbaren Eröffnungszeremonie.

In kurz - und knapp:

Die Entstehung der Hyme

Der Text der Nationalhymne entstand im Jahr 1841. Geschrieben hat ihn der Dichter August Heinrich von Fallersleben auf der Insel Helgoland. Doch von der „Einheit“ spürte man zu dieser Zeit noch nichts - damals bestand Deutschland aus 39 kleinen Staaten, die sich eher selten einig waren.

Um für Harmonie und die Vereinigung der einzelnen Staaten zu sorgen, verfasste er auf die Melodie von Komponisten Franz Josef Haydn drei Strophen und schon war das „Lied der Deutschen“ geboren. Heute wird nur noch die 3. Strophe gesungen. 

Von der Kaiserhymne zur Nationalhymne

Haydn hatte das Lied zuvor für den österreichischen Kaiser komponiert. Es gefiel Fallersleben und er ließ seinen Text zusammen mit den Noten des Kaiserliedes abdrucken.

© picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Arno Burgi

Für alle Fußballfans zum Mitsingen - die deutsche Nationalhymne:

"Einigkeit und Recht und Freiheit

für das deutsche Vaterland!

Danach lasst uns alle streben,

brüderlich mit Herz und Hand!

Einigkeit und Recht und Freiheit

sind des Glückes Unterpfand:

Blüh im Glanze dieses Glückes,

blühe, deutsches Vaterland!

Blüh im Glanze dieses Glückes,

blühe, deutsches Vaterland!"


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