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Kreative Ideen in der Krise: Hessische Bäcker trotzen der Inflation

Kreative Ideen in der Krise - Hessische Bäcker trotzen der Inflation

Alarmstimmung bei unseren Bäckern in Hessen: Weil die Energiekosten und die Preise für Zutaten regelrecht explodieren, steht vielen Betrieben das regelrecht Wasser bis zum Hals. Doch nicht in allen Einrichtungen ist die Stimmung von Furcht geprägt: Bei vielen hessischen Betrieben sprudelt angesichts der kommenden, schwierigen Monate die Kreativität. Mit „Inflationsbrot“ oder „Brotpreisbremse“ versuchen viele Backhandwerke, um dem Rückgang der Einnahmen entgegenzuwirken.

Inflationsbrot und -Brötchen

Eine Maßnahme, die man in vielen Auslagen bereits sieht: das Inflationsbrot. Dieses ist deutlich günstiger als andere Brotsorten.

Der Grund dafür: dabei handelt es sich um eine einfache Rezeptur - oftmals ein günstiges Weizenmischbrot, das ohne jeden Schnickschnack hergestellt wird. Gewinn machen Betriebe damit meist nicht.

Brot-Reste als Mehl-Ersatz

Auch lernen viele Bäckerinnen und Bäcker derzeit nachhaltiger zu handeln. So werden in vielen Betrieben Brotreste genutzt, um den Mehlanteil zu verringern - bis zu 20 Prozent Mehl lässt sich so einsparen.

Dafür wird nicht verkauftes Brot getrocknet, gemahlen und geröstet. Diese Reste werden dann noch eingeweicht und dem Teig für das frische Brot zugegeben. Ebenfalls geht dies auch mit Gebäck. 

Zum Nachhören: Kreativer Bäcker aus Wetteraukreis

Bäcker Til Steinhauer aus Wölfersheim-Berstadt gibt Brot-Rabatt

Der Tankrabatt ist ausgelaufen: aber dafür ist jetzt der Brotrabatt dazugekommen.

Wir haben natürlich die letzten Wochen gesehen, dass wir einmal etwas weniger Kunden hatten und dass vor allem die Kunden, die noch kamen, im Durchschnitt weniger gekauft haben. Also, da gibt 's dann zum Beispiel ein ganz prägnanter SOM Beispiel von der Kundinnen, die halt ich sag mal, ihren Wocheneinkauf gemacht hat, den sie immer macht. Und dann wär aber zufällig gesehen haben Sie nimmt das, was übernimmt. Aber sie nimmt kein Brot mehr mit. Und dann Heimwege. Fakir du nicht noch es Profis Wochenende und sehr vielseitig. Wird ja gerne. Aber oben auf euer Stückchen kann ich nicht verzichten. Aber das Brot Das kann ich mir auf Dauer nicht mehr leisten.

So weitergeht Ich, hab drei Kinder. Ich hab meinen um, als gibt Milch. Und das war der Punkt, dass wir gesagt haben, das kann nicht sein, dass die Leute dann beim Brot irgendwie einsparen müssen. Aber auch für euch wird doch alles teurer. Also. Was bedeutet es für euch im Moment, das ihr ja auch die ganzen Sachen teurer einkauft. Er Energiekosten, Strom und so weiter. Und sofort wird ja auch für euch alles teurer. Genauer, Orman, das ist so, und ich denke, man kann sagen, dass momentan Bäckereien in Deutschland eigentlich nicht rentabel sind. Die die Preiserhöhung, die wir einig machen müssen, die können wir Keimen Conde zumuten. Deswegen ist uns und allen anderen Bäckern klar Okay, dass es so nicht weitergehen kann.

Und diese Aktion es jetzt einmal bisschen Orman, um halt Sensibilität für das Thema zu schaffen. Also Mann kann es als politisches Statement bezeichnen. Und es ist Fakt, dass wir oben für diese Aktion bei jedem Brot drauflegen. Und selbst die Preise davor bei der Vorlagen via zwischen drei Uhr dreißig und vier Euro zehn propagiert. Das wär Om momentan auch nicht mehr rentabel. Also dar. Da müsste man wirklich erhöhen, dass man diese ganzen gestiegen Kosten ausgleichen kann. Aber das sind Sachen, die man der Kunden nicht zumuten kann.

© HIT RADIO FFH

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Mit ihren "Inflationsbroten" wollen die Bäcker zum einen gegen die steigenden Preise ankämpfen, zum anderen aber auch auf ihre schwierige Lage aufmerksam machen.

Preise an Kunden weitergeben?

Die Möglichkeiten für Betriebe, die steigenden Kosten an die Kunden weiterzugeben, sehen viele Bäckerhandwerke als schwer umsetzbar - und viele Betriebe möchten dies ihren Kunden auch einfach nicht zumuten. Auch, weil gerade in aktuellen Zeiten Kunden preissensibler sind.

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Darum sind Brot und Brötchen so teuer

Die Kosten für Backbetriebe sind immens. Allen voran sind das Strom und Gas. Der Stromverbrauch ist in vielen hessischen Betrieben pro Jahr so hoch wie bei etwa hundert Zwei-Personen-Haushalten zusammen. Schätzungen zufolge würden 70 Prozent der Backstuben mit Gas betrieben. Auf alternative Energiequellen umzusteigen ist für viele Betriebe kurzfristig keine Option: Zum einen seien Investitionskosten hoch, zum anderen beispielsweise Öltanks schwer zu bekommen.

Ofen und Kühlung sind Energiefresser 

Der große Backofen und die Kühlanlage sind dabei die größten Energiefresser. Vielen Betrieben bleibt dadurch nichts anderes übrig, als an der Preisschraube zu drehen und die Kosten an Kunden weiterzugeben - zumindest teilweise. 

Es herrscht "Alarmstufe Brot"

Auch bundesweit schließen immer mehr Bäckerei-Betriebe: um ungefähr 20 Prozent sind Schließu8ngen im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Das Bäckerhandwerk hat daher die "Alarmstufe Brot" ausgerufen. Die Bäcker fordern von der Bundesregierung eine Art „Rettungsschirm“ für die Branche.

Kauft ihr noch bei Bäckern ein?

Leistet ihr euch noch Brot, Brötchen und süße Sünden beim Bäcker oder ist auch bei euch der Sparfuchs eingezogen?

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Die Lieblingsbäckereien der FFH-Hörer

Auf Facebook haben wir euch nach euren Lieblingsbäckereien gefragt und ihr habt ganz viele Tipps abgeliefert! Abseits der bekannten Ketten: in welchen hessischen Backstuben wird noch selbst mit viel Liebe zum Handwerk gebacken? Hier kommt eine - natürlich unvollständige - Liste mit richtig guten Bäckereien im FFH-Land. 

  • Bäckerei Luckau in Nieder-Florstadt (empfohlen von FFH-Hörer Matthias)
  • Café Kitzel in Sossenheim (empfohlen von FFH-Hörer Stefan)
  • Bäckerei Lehnert in Hadamar (empfohlen von FFH-Hörerin Daniela)
  • Kunstbäckerei Hensler in Limburg (empfohlen von FFH-Hörerin Ute)
  • Bäckerei Jakob in Bensheim (empfohlen von FFH-Hörerin Bettina)
  • Café Auszeit in Diez (empfohlen von FFH-Hörerin Jessica)
  • Bäckerei & Stadtcafé Kirschner in Langenselbold (empfohlen von FFH-Hörerin Madeleine)
  • Bäckerei Völker in Königstädten (empfohlen von FFH-Hörer Dietmar)
  • Bäckerei Gebhard in Bürstadt (empfohlen von FFH-Hörerin Simone)
  • Bäckerei Noll in Bad Wildungen (empfohlen von FFH-Hörerin Manuela)
  • Bäckerei Lamm in Diemelsee-Flechtdorf (empfohlen von FFH-Hörer Dieter)
  • Bäckerei Ulrich in Friedberg-Dorheim (empfohlen von FFH-Hörerin Birgit)
  • Bäckerei Leinweber in Holzhausen (empfohlen von FFH-Hörer Bernd)
  • Bäckerei Kraus in Rockenberg (empfohlen von FFH-Hörerin Anni)
  • Bäckerei Lukasch in Grünberg (empfohlen von FFH-Hörerin Daniela)
  • Bäckerei Ufer in Wetzlar/Garbenheim (empfohlen von FFH-Hörerin Britta)
  • Bäckerei Fleischer in Reiskirchen-Burkhardsfelden (empfohlen von FFH-Hörerin Andrea)
  • Bäckerei Walz in Wächtersbach-Wittgenborn (empfohlen von FFH-Hörerin Heidi)
  • Café am Markt in Laubach (empfohlen von FFH-Hörer Hendrik)
  • Bäckerei Rank in Nidda (empfohlen von FFH-Hörerin Heike)
  • Bäckerei Scherer in Flörsheim am Main (empfohlen von FFH-Hörerin Petra)
  • Bäckerei Wolf in Homberg/Ohm (empfohlen von FFH-Hörerin Sonja)
  • Bäckerei Wagner in Geiß-Nidda (empfohlen von FFH-Hörer Axel)
  • Bäckerei Günther in Alsfeld (empfohlen von FFH-Hörerin Anna Lena)
  • Bäckerei Baum in Hirzenhain (empfohlen von FFH-Hörer Tim)
  • Bäckerei "Das Brot-Atelier" in Gießen (empfohlen von FFH-Hörerin Susanne)
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