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FFH-Kinotipp: Disneys "Strange World" - Großes Kino zu Weihnachten

Großes Kino zu Weihnachten - FFH-Kinotipp: Disneys "Strange World"

In der Vorweihnachtszeit bringt Disney traditionell große Filme ins Kino. - auch, wenn's darin gar nicht um Weihnachten geht. "Strange World" entführt  uns in eine Welt im Inneren der Welt. FFH-Kinomann Volker Willner urteilt: Ein fantastisches Abenteuer voller sympathischer Figuren.

Zehn Euro kostet dein Ticketticket, neun ist es wert.

Die Clades sind eine Familie von Entdeckern. Aber auch sie sind immer daran gescheitert, die Welt außerhalb ihres Landes zu erreichen, das von gewaltigen Bergen eingeschlossen ist. Als die Pflanzen, die die Bewohner mit Elektrizität versorgen, einzugehen drohen, machen sich die Clades im wahrsten Sinne des Wortes auf die Suche nach den Wurzeln - und entdecken eine aufregende Unterwelt. Die mutige Familie saust durch fantastische Landschaften, die aussehen wie aus neonbuntem Gummi. Die tentakeligen Wesen dort unten sind teils drollig, teils lebensgefährlich. Doch nichts bringt die Clades ab von ihrer Mission.

"Strange World" ist ein klassischer Abenteuerfilm. Wir erkennen's schon daran, dass der Titelschriftzug im Vorspann stark dem von "Indiana Jones" ähnelt - DER Abenteuer-Ikone. Die Bilder sind ein einziges großes "Wow" und spielen souverän mit ihren Möglichkeiten. Frech wechselt der Stil zu dem von Comic-Heften, wenn die Handlung in die Vergangenheit springt. Auch wenn die Story vom Trip ins Erdinnere im Kino einige Vorgänger hat - so haben wir die Welt da unten noch nie gesehen.

Disney gelingt das Kunststück, seine Figuren nicht untergehen zu lassen in diesem optischen Bombast. Die liebenswerten Clades haben Tiefe. Schnell lernen wir sie kennen: eine moderne Familie mit allen Ecken und Kanten. Dass der Teenie-Sohn einen Jungen liebt - unaufgeregt normal, auch für Opa, der doch ansonsten ein Haudegen alter Schule ist. Und der Familienhund, dem ein Vorderbein fehlt, hüpft fröhlich durchs Leben. Wir erleben starke Frauen und den verzweifelten Kampf, ein Ökosystem zu erhalten. Nicht jede Abzweigung des aufregenden Trips hätte es gebraucht. Aber das schmälert das Vergnügen kaum. Wir gehen mit großen Augen und einem Lächeln aus dem Kino.

Volker Willner

Reporter
Volker Willner

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