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Krankschreibung per Telefon: Ab sofort dauerhaft möglich

Regelung jetzt dauerhaft - So geht die Krankschreibung per Telefon

Krankschreibung wegen einer Erkältung: Bei leichten Symptomen soll das künftig dauerhaft auch telefonisch möglich sein.
© dpa

Krankschreibung wegen einer Erkältung: Bei leichten Symptomen ist das seit dem 7.12.23 telefonisch wieder möglich. 

Patientinnen und Patienten können sich unter bestimmten Voraussetzungen telefonisch von ihrer Arztpraxis krankschreiben lassen. Die Regelung gilt seit dem 7.12.23, wie der Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Krankenkassen und Kliniken mit Sitz in Berlin mitteilte.

Den Angaben zufolge greift die Regelung für Patientinnen und Patienten, die in der jeweiligen Arztpraxis bekannt sind sowie keine schweren Symptome haben. Voraussetzung ist auch, dass keine Videosprechstunde möglich ist. Die Ärztinnen und Ärzte können dann eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung für maximal fünf Tage ausstellen.

Krankschreibung per Telefon gibt es jetzt dauerhaft

Die telefonische Krankschreibung soll die Praxisteams entlasten und das Infektionsrisiko in den Wartezimmern senken. Schon während der Corona-Krise hatte es eine mehrfach verlängerte Sonderregelung zur telefonischen Krankschreibung gegeben. Sie war im Frühjahr ausgelaufen. Mit dem Beschluss wird die Regelung dauerhaft verankert.

Hausärzte froh über Möglichkeit

Der Hausärzteverband begrüßt die absehbare Möglichkeit, sich generell auch telefonisch krankschreiben lassen zu können. Die Arztpraxen arbeiteten wegen der aktuellen Erkältungs- und Corona-Welle "am Limit", sagte der Verbandsvorsitzende Markus Beier im Deutschlandfunk. Die Möglichkeit zur telefonischen Krankschreibung erleichtere die Praxisabläufe und helfe auch den Patientinnen und Patienten.

Verbandschef sieht nur geringes Missbrauchspotential

Beier betonte, die Ärzte hätten immer gefordert, dass die Möglichkeit nur bei "bekannten" Patienten eröffnet werden sollte. Das Missbrauchspotenzial sieht er daher als gering an. Klar sei auch, dass dies nur bei leichteren Erkrankungen zur Anwendung komme, etwa wenn "die Nase läuft und der Kopf etwas drückt". Praktisch würde dies laut Beier so ablaufen, dass jemand beim Empfang anruft und dann vom Arzt zur Abklärung zurückgerufen wird.

Fazit nach einer Woche 

Julia und Johannes haben in "Guten Morgen, Hessen!" bei Julias Hausarzt Dr. Hans-Heinrich Kleinschmidt aus Bad Nauheim nachgefragt: Wie läuft die telefonische Krankschreibung nach einer Woche? Sein Fazit bis jetzt: "Sehr gut! Das entlastet die Praxis, es kommen etwas weniger Patienten." Auch die Regeln für die Krankschreibung seien den meisten Patienten bekannt. Dr. Kleinschmidt betont weiter, dass nicht viele Menschen die telefonische Krankschreibung ausnutzen würden: "Die Simulanten sind recht wenig. Die meisten Patienten sind richtig krank und brauchen ihre Krankschreibung." 

Dr. Hans-Heinrich Kleinschmidt aus Bad Nauheim

Sein Fazit nach einer Woche fällt positiv aus.

Dr. Hans-Heinrich Kleinschmidt aus Bad Nauheim

Bis jetzt gibt es wenig Simulanten und es bleibt mehr Zeit für Patienten, die wirklich ärztliche Hilfe brauchen.

© HIT RADIO FFH

Wer schwere Symptome hat, muss in die Praxis

Bei schwereren Symptomen sollten Patienten natürlich weiter in die Praxis kommen, unterstreicht der Verbandsvorsitzende Markus Beier. "Wir brauchen Zeit für die wirklich Kranken", mahnt er. Er kritisierte in dem Zusammenhang auch den Stand der Digitalisierung für die Praxen. Aus Sicht von Beier funktioniert diese nicht richtig und "frisst Zeit". Beier sprach von einer "Pseudodigitalisierung" und eine Kampagne für die Papierindustrie.

Bedenken der Arbeitgeber

Die Arbeitgeber haben gegen die Möglichkeit zur telefonischen Krankschreibung Bedenken. Der Hauptgeschäftsführer der Arbeitgebervereinigung BDA, Steffen Kampeter, sieht dies als Maßnahme, die den Betriebsfrieden in den Unternehmen "erheblich herausfordert", wie er dem Deutschlandfunk sagte. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) sagte hingegen dem "Handelsblatt": "Das ist eine wesentliche Entlastung für Arbeitnehmer, Arbeitgeber und Ärzte."

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