Der FFH-Kinotipp - Star Wars: The Mandalorian and Grogu
Ungewöhnlicher Move: Das „Star Wars“-Mutterschiff Disney setzt seine Serie „The Mandalorian“ jetzt im Kino fort. Es ist der erste Sternenkrieger-Film auf der großen Leinwand seit 2019. FFH-Kinomann Volker Willner urteilt: Spektakulär und ziemlich niedlich – galaktisch starke Bilder, aber wenig Starpower.
Zehn Euro kostet euer Kinoticket – sieben ist es wert.
Nach dem Sturz des Dunklen Imperiums versucht die Neue Republik, die Ziele der Rebellen fortzusetzen – mit der Hilfe des mandalorianischen Kopfgeldjägers Din Djarin (Pedro Pascal) und seines jungen Lehrlings Grogu – dem drolligen „Baby-Yoda“.
„The Mandalorian and Grogu“ rauscht wie ein Highspeed-Roadmovie durch die Galaxien. Und das fast unter Dauerfeuer. Die ersten Krieger fallen in der ersten Filmminute. Viele folgen. Und wer nicht erschossen wird, wird zerdrückt oder gefressen. Wir sehen nicht nur eine spektakuläre Leistungsschau dessen, was tricktechnisch machbar ist. Wir erleben auch einen schier unglaublichen Zoo von Kreaturen, meist abstoßend und tödlich.
Nicht erkennbar ist eine Philosophie hinter dem großen Ganzen. Die kann auch Sidekick Grogu nicht liefern. Er beweist letztlich zwar große Stärke, aber anders als der legendäre weise Yoda quiekt und keckert er nur. Vor allem nimmt das grüne Kerlchen mit den Segelohren bei der Nonstop-Action etwas Druck raus – das tut gut bei der Wahnsinnswucht der Kampfszenen und dem Wummersound.
Ausgerechnet der Mandalorianer als Titelfigur lässt uns kaum hinter seine Maske schauen – ein kampfstarker, aber wortkarger Superheld. Hollywood-Allzweckwaffe Pedro Pascal ist in der Rolle nur sehr kurz zu sehen. Angeblich wegen anderer Verpflichtungen leiht er „Mando“ vor allem seine Stimme, während Stuntmen in seiner Rüstung die Action absolvieren. Und Sigourney Weavers Figur als Kommandeurin der Neuen Republik ist zu klein, um es mal richtig menscheln zu lassen in der Schwärze des Alls.