Stark: Abenteuer mit Wau-Effekt - FFH-Kinotipp: Eiserne Wildnis
Brad Pitt, einen Schäferhund und Alaskas raue Wildnis – mehr braucht’s nicht für 100 dramatische Kinominuten. FFH-Kinomann Volker Willner urteilt: eines der stärksten Abenteuer des Jahres.
Zehn Euro kostet euer Kinoticket, neun ist es wert.
Es sollte ein entspannter Natur-Trip werden. Aber Ex-Elitesoldat James und sein Militärhund Odin stürzen mit ihrem kleinen Wasserflugzeug ab – irgendwo im Nirgendwo Alaskas. Die nächste Straße ist endlos weit entfernt. Und die Natur ist zugleich wunderschön und fürchterlicher Feind. James und Odin kämpfen sich durch eine kalte Hölle. In Rückblenden sehen wir: Beide sind vom Krieg seelisch und körperlich vernarbt. Odin hat ein Titangebiss und trägt eine Beinprothese. James‘ Körper sieht aus wie eine Landkarte seiner Kampfeinsätze. Auch wegen dieser sichtbaren Verletzungen fühlen wir sehr mit diesen beiden Veteranen mit. Ja, manchmal kann man kaum hinschauen. Ja, ich habe geheult im Kino.
Die schnörkellose Geschichte kommt keine Sekunde banal daher. Superstar Brad Pitt und Bergrettungshund Uber, der Odin spielt, sind überragende Darsteller. Sie zeigen eine unglaubliche Verbundenheit und geben ihren Rollen eine großartige Tiefe. Ihnen beim Überlebenskampf zuzusehen erwärmt und zerreißt uns das Herz. Fast nichts lenkt ab von ihrem Schicksal. Der Film kommt tatsächlich mit nur drei Schauspielern plus Hund aus.
Und falls Ihr wegen „Eiserne Wildnis“ mal in Alaska Urlaub machen wollt: Der Film ist in Neuseeland gedreht worden. ;-)