Jetzt wartet die USA - Eishockey-Team verliert gegen Lettland
Das deutsche Eishockey-Team scheitert im zweiten Vorrundenspiel bei Olympia an schwacher Chancenverwertung und verliert gegen Lettland. Jetzt wartet Weltmeister USA.
Im zweiten Vorrundenspiel bei den Olympischen Winterspielen haben bei den deutschen NHL-Stars die Nerven versagt. Eine viel zu schwache Chancenverwertung des deutschen Eishockey-Teams sorgte für das enttäuschende 3:4 (2:1, 0:1, 2:1) gegen Lettland. Im zweiten Vorrundenspiel in Mailand trafen nur Lukas Reichel (3. Minute), Lukas Kälble (17.) und Tim Stützle (58.) für das Team von Bundestrainer Harold Kreis.
Erneuter Frühstart nutzt diesmal nichts
Wie schon beim 3:1 am Donnerstag gegen Dänemark erwischte die DEB-Auswahl dabei einen Start nach Maß. Diesmal dauerte es 126 Sekunden, ehe Nordamerika-Profi Reichel Deutschland in Führung schoss. Der vom NHL-Team Vancouver Canucks aktuell zum Farmteam in die AHL beorderte Stürmer wurde von Dominik Kahun auf die Reise geschickt und nutzte die Eins-zu-eins-Situation gegen NHL-Keeper Arturs Silovs von den Pittsburgh Penguins sicher. Überhaupt zeigte Reichel eine starke Leistung.
Noch vor der ersten Pause gelang die erneute Führung durch Abwehrspieler Kälble. Der lettische Keeper sah dabei nicht gut aus. Im Mittelabschnitt wurden dem deutschen Team unglückliche Strafzeiten zum Verhängnis. In doppelter Unterzahl traf erneut AHL-Stürmer Locmelis zum abermaligen Ausgleich.
Vor allem Draisaitl im Schusspech
Das deutsche Powerplay mit den Ausnahmestürmern Draisaitl, Stützle und JJ Peterka war dagegen nicht erfolgreich. Das lag insbesondere daran, dass Kapitän Draisaitl kaum in die richtigen Schusspositionen kam. Im Schlussdrittel zog die DEB-Auswahl noch einmal an und erarbeitete sich ein deutliches Chancenplus, geriet aber erstmals in Rückstand. Während Draisaitl und Co. vom immer stärker werdenden Silovs entnervt wurden, schlug AHL-Stürmer Tralmaks von den Grand Rapids Griffins bei einem Konter zu.
Krimi-Schlussphase
Dies war der Auftakt zu einer spannenden Schlussphase, in der die effizienten Letten erst erhöhten und Kreis daraufhin früh Torhüter Philipp Grubauer vom Eis nahm. Mehr als das Anschlusstor von NHL-Star Stützle sprang dabei aber nicht heraus. Eine Minute vor dem Ende hatte Reichel noch Pech mit einem Pfostenschuss.