Rückschlag im Kampf um Europa - Eintracht spielt nur 0:0 bei St. Pauli
Eintracht Frankfurt kassiert im Kampf um die europäischen Plätze einen Rückschlag. Beim Auswärtsspiel in Hamburg bei St. Pauli müssen sich die Hessen mit einem 0:0 zufrieden geben.
Nach den ersten vier Spielen unter Trainer Riera, in denen die Frankfurter jeweils ansteigende Form zeigten, war diese Auswärtspartie ein Rückschritt. Der Coach sagte nach dem Match trotzdem, dass er zufrieden sei. Die Geschwindigkeit habe allerdings gefehlt, um gefährliche Offensivaktionen zu kreieren.
Frankfurt zu Beginn überrumpelt
Die abstiegsbedrohten Hamburger pressen nämlich früh, stehen hoch. Die Eintracht wirkt ein wenig hilflos und überfordert. Das zieht sich dann auch die ganze erste Hälfte so durch, auch wenn die Hessen versuchen das Spiel in den Griff zu bekommen.
Das Team von Trainer Albert Riera dann auch noch mit Glück, dass es nicht in Rückstand gerät: In der 23. und in der 31. Minute treffen Paulis Pereira-Lage und Sinani jeweils nur den Pfosten. Die Frankfurter nicht mit einer einzigen wirklichen gefährlichen Situation.
Linienrichter verletzt sich
Kurz vor der Pause kam es dann auch noch zu einem Rollentausch innerhalb des Schiedsrichter-Teams (41.): Linienrichter Christian Dietz verletzte sich an der Wade, musste behandelt werden und konnte zumindest nicht mehr weiter an der Seitenlinie auf und ab laufen. Nach einer mehrminütigen Unterbrechung übernahm deshalb der 4. Offizielle Eric Weisbach seinen Job - und Dietz stellte sich mit bandagiertem Unterschenkel zumindest bis zur Halbzeit zwischen die beiden Trainerbänke. In der zweiten Hälfte sprang der Schiedsrichter-Beobachter des DFB für ihn ein, der dafür von der Tribüne geholt wurde.
Bahoya Chance in der 2. Hälfte
Auch nach dem Wechsel änderte sich das Frankfurter Spiel nicht und das, obwohl St. Pauli passiver agierte. Die Frankfurter nur mit einer mageren echten Torszene und das schon in der 47. Minute, als Bahoya auf der linken Seite auftauchte und bis in den Hamburger Strafraum kam. Sein Torschuss am Ende aber nicht gefährlich.
Die Hamburger ließen sich nun etwas tiefer fallen als noch vor der Pause. Die optische Überlegenheit der Eintracht wurde dadurch noch größer. Frankfurt blieb jedoch weiter völlig ungefährlich. Selbst als der Japaner Ando durch ein unnötiges Foul einen gefährlichen Freistoß in Strafraumnähe verursachte, schoss Fares Chaibi den Ball weit über das Tor (65.).
Trainer Riera stellt sich vor sein Team
Eintracht Trainer Riera zeigt sich nach dem Match dennoch zufrieden und gibt aber zu, dass seine Mannschaft für die Offensive zu wenig getan hätte. Er schiebt dann nach: "Wir sind ja erst vier Wochen zusammen."