Irres Topspiel: Darmstadt 98 spielt 3:3 gegen Elversberg
Irres Topspiel ohne Sieger - Darmstadt 98 spielt 3:3 gegen Elversberg
Verrückter Fußballabend am Böllenfalltor: Darmstadt 98 liefert sich in der 2. Fußball-Bundesliga mit der SV Elversberg einen großen Fight mit zahlreichen Wendungen. Nach sechs Toren, einem Platzverweis und 90 Minuten Hochspannung heißt es am Ende 3:3. Ihre Aufstiegshoffnungen müssen die Lilien damit wohl endgültig begraben.
Vor 17.810 Zuschauern brachte ein früher Doppelschlag von Pfeiffer (14.) und Hornby (15.) die Lilien zunächst in Front. Doch mit drei Treffern noch vor der Pause stellte Elversberg den Spielverlauf komplett auf den Kopf, während Darmstadts Pfeiffer mit Rot vom Platz flog. Direkt nach Wiederbeginn stellte Hornby mit seinem zweiten Tor auf 3:3.
Früher Doppelschlag der Lilien
Knapp 15 Minuten tasteten sich beide Teams ab, dann schlug Darmstadt 98 zu: Nach einer Ecke kam Akiyama frei zum Schuss. Seinen Versuch lenkte Lilien-Verteidiger Pfeiffer unhaltbar zum 1:0 ab ins Tor. Doch die Darmstädter Fans am ausverkauften Böllenfalltor hatten kaum Zeit, den Torschützen gebührend zu feiern: Nur Sekunden nach dem Anstoß spielte Elversbergs Tom Zimmerschied einen kapitalen Fehlpass in die Füße von Hornby. Der Lilien-Stürmer blieb vor dem Tor eiskalt und erzielte das 2:0.
Gäste zeigen sich unbeeindruckt
Doch der Pechvogel der SVE machte seinen Schnitzer schnell wieder gut: Bei einer Offensiv-Aktion der Saarländer in der 25. Minute herrschte Unordnung im Darmstädter Strafraum, ehe Zimmerschied sich den Ball schnappte und aus zwölf Metern links unten ins Tor traf. Wer geglaubt hatte, der frühe Doppelschlag würde Darmstadt beflügeln, wurde spätestens acht Minuten danach eines Besseren belehrt.
Elversberger Traumtor bringt den Ausgleich
Die Elversberger schnürten die Gastgeber in dieser Phase regelrecht vor dem eigenen Tor ein. Schließlich fasste sich Innenverteidiger Maximilian Rohr aus gut 30 Metern ein Herz und feuerte den Ball rechts oben in den Winkel. Darmstadts Keeper Marcel Schuhen war beim Ausgleich machtlos.
Pfeiffer sieht Rot - Petkov stellt alles auf den Kopf
Doch das war noch nicht alles in dieser wilden ersten Hälfte: In der 44. Minute stoppte Lilien-Verteidiger Pfeiffer einen Konter über Mokwa Zentimeter vor der Strafraumgrenze. Schiedsrichter Hempel entschied sofort: Notbremse und Platzverweis. Dann kam es, wie es kommen musste für die Südhessen: Petkov versenkte den direkten Freistoß für die SVE traumhaft zum 3:2. Mit Pfiffen wurden die Darmstädter Spieler anschließend in die Kabine begleitet.
Hornby bringt Darmstadt zurück
Doch die Lilien schienen sich in der Pause gefangen zu haben - und bescherten dem Spiel die nächste Wende: Nach einem mustergültigen Angriff legte Topstürmer Lidberg von der Strafraumgrenze in die Mitte zu Hornby, der den Darmstädtern mit seinem Tor zum 3:3 die Hoffnung zurückgab. In der Folge kam dann das erste Mal so etwas wie Ruhe ins Spiel, wenngleich beide Teams weiter eine enorm hohe Intensität an den Tag legten.
Schlussphase weiter spannend
Der nächste Aufreger dann in der 85. Minute als Elversbergs Pinckert einen Darmstädter Konter regelwidrig unterband. Anders als Pfeifer sah er jedoch nur Gelb - zum Unmut der Lilien. Den folgenden Freistoß setzte Richter nur knapp neben den rechten Pfosten. Doch auch Elversberg hatte nochmal den Sieg auf dem Fuß: Nach einem Schuss von Schnellbacher rettete Vukotic dem SVD auf der Linie das Unentschieden.