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DFL bleibt Beobachter im Streit um Frauen Bundesliga

Streit um Frauen-Bundesliga - DFL bleibt Beobachter

DFL-Chefs Marc Lenz und Steffen Merkel
© Jürgen Kessler/dpa

DFL-Bosse Marc Lenz (l.) und Steffen Merkel

Wäre die DFL doch der "richtige Heimathafen" für die Frauen-Bundesliga? Die Dachorganisation der Männer-Proficlubs äußert sich dazu.

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) sieht sich im Gerangel zwischen dem neu gegründeten Ligaverband FBL der Frauen und dem DFB aktuell außen vor. "Es ist jetzt nichts, wonach die DFL aktiv die Fühler ausstrecken wird", sagte DFL-Geschäftsführer Steffen Merkel. 

Der Ball und die Rechte lägen erst mal beim Deutschen Fußball-Bund. Ob seine eigene Vereinigung, in der die 36 Clubs der 1. und 2. Bundesliga der Männer organisiert sind, "der richtige Heimathafen wäre, kann ich nicht sagen", meinte Merkel. Es gebe aber immer mal wieder einen Dialog. 

Angestrebte gemeinsame GmbH von DFB und FBL zweimal geplatzt

Zwischen der DFL und der Frauen-Bundesliga gibt es durchaus Überschneidungen. So spielen in der neuen Saison der Frauen-Bundesliga nur noch Clubs, die durch ihre Männer-Mannschaften auch der Deutschen Fußball Liga angehören. 

Die DFL war schon öfter Thema in der Debatte, in welcher Organisation die Spitzenfußballerinnen künftig spielen. Die gemeinsam angestrebte GmbH von DFB und den Frauen-Bundesligisten war zuletzt zweimal geplatzt. Die Liga geht nun ihren eigenen Weg und sucht in Arbeitsgruppen nach Lösungen. 

Auktion der TV-Rechte verschoben

Die FBL strebt laut ihrer Präsidentin Katharina Kiel ähnlich wie die DFL eine eigenständige Organisation und Interessenvertretung an. "Wir werden sehr wahrscheinlich zwischen 700 und 800 Millionen Euro in den nächsten acht Jahren investieren", hatte die Frankfurterin im "Kicker" angekündigt. Die Voraussetzung dafür wäre ein Grundlagenvertrag mit dem DFB, um den Übertrag des Wettbewerbs zu ermöglichen.

Die Zeit drängt. Denn im Zuge des Streits hat der DFB auch den geplanten Ablauf des TV-Rechte-Verkaufs gestoppt. Die Auktion soll nicht wie geplant im Frühjahr, sondern erst im Herbst erfolgen - wenn möglicherweise abzusehen ist, wann die Bundesliga-Reformen tatsächlich greifen können. Die FBL will bei der nächsten Mitgliederversammlung im Juni weitere Schritte gehen.

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