"Basics wieder reinkriegen" - Eintacht-Abwehrmann Koch ist optimistisch
Eintracht Frankfurt steckt mitten in den ersten Tagen der Vorbereitung auf die neue Saison und Abwehrmann Robin Koch sieht schon positive Ansätze. Vor allem die Intensität im Training unter dem neuen Coach Adi Hütter stimmt den Innenverteidiger optimistisch.
Der Trainer bringe „sehr viel Erfahrung“ mit und vermittle der Mannschaft vom ersten Tag an Ruhe und Intensität, sagte Koch. Nach der schwierigen Vorsaison fordert der Abwehrspieler vor allem eine Rückbesinnung auf die Grundtugenden. „Wir müssen mit den Basics anfangen, wieder diese Aggressivität haben“, betonte Koch. Frankfurt müsse wieder zu einer Mannschaft werden, „gegen die es eklig ist zu spielen“.
Bleibt Koch Kapitän?
Ein Thema in der Medienrunde war auch die Kapitänsfrage. FFH sprach Koch direkt darauf an, dass er bei seiner Vorstellung nicht als Kapitän angekündigt wurde. der noch 29-jährige reagierte gelassen: Es sei normal, dass sich der neue Trainer zunächst einen Überblick verschaffe.
„Der Trainer ist jetzt neu angekommen, will sich natürlich alles erstmal anschauen und wird dann auch eine Entscheidung für das Kapitänsamt treffen“, sagte Koch. Grundsätzlich machte der Abwehrmann aber klar, dass er weiter Verantwortung übernehmen will - mit oder ohne Binde. Die Kapitänsrolle bei Eintracht Frankfurt sei „eine ganz besondere Ehre“.
Führungsspieler auch ohne Binde
Ob als Kapitän oder nicht: Koch sieht sich klar in einer Führungsrolle. Der bald 30-Jährige betonte, dass er seine Erfahrung in eine junge Mannschaft einbringen wolle. Gerade bei einem Klub wie Eintracht Frankfurt, der viele Talente integriere, brauche es Spieler, die Orientierung geben.
„Ich bin schon der Meinung, dass wir ein Gerüst brauchen von Führungsspielern“, sagte Koch. Um dieses Gerüst herum könne man junge Spieler entwickeln, wie Frankfurt es in den vergangenen Jahren immer wieder gezeigt habe. Auch auf Ansgar Knauff angesprochen, äußerte sich Koch positiv. Der Flügelspieler sei wichtig für die Mannschaft und könne in eine größere Rolle hineinwachsen.
Umbruch in der Defensive bleibt eine Herausforderung
In der Defensive steht Frankfurt vor einem Umbruch. Koch machte keinen Hehl daraus, dass er sich möglichst schnell Klarheit über die personelle Zusammensetzung seiner Nebenleute wünschen würde. „Am liebsten gestern“, sagte er mit Blick auf mögliche Verstärkungen und die Neuordnung der Abwehr.
Gleichzeitig weiß der Innenverteidiger, dass Geduld gefragt ist - besonders in einem Jahr, in dem sich Transferprozesse durch den besonderen Kalender weiter ziehen könnten. Klar sei aber auch, dass mit möglichen Abgängen Qualität und Mentalität verloren gingen.
Selbstkritischer Blick zurück
Auch auf seine eigenen Leistungen blickte Koch selbstkritisch. Seine Form in der vergangenen Saison habe nicht dem entsprochen, was er von sich kenne. Nun gehe es darum, über Leistung voranzugehen und die Mannschaft mitzureißen. Mit Blick auf die neue Saison tritt Koch zudem auf die Bremse. Nach dem schwierigen Vorjahr sei es richtig, „kleinere Brötchen zu backen“ und sich zunächst auf einen guten Start und eine starke Vorbereitung zu konzentrieren.
Es fehlen noch Neuzugänge
Am Mittwoch Vormittag hatte die Mannschaft erneut öffentlich und vor 2000 Fans trainiert. Neuzugänge waren dabei weiter noch Fehlanzeige. Allerdings sollen in den nächsten Tagen drei neue Spieler dazustoßen. Angeblich auch Noel Aseko vom FC Bayern München. Der U21-Nationalspieler soll die vakante Sechser-Position im defensiven Mittelfeld der Eintracht füllen.
Unterdessen hat die Bundesliga auch die ersten Spieltage nun zeitgenau angesetzt. Die Eintracht startet am Samstag, den 29.August, um 15.30 Uhr bei Union Berlin.