WM-Mehrkampf in Frankfurt - Keine Medaille für Gymnastik-Gruppe
Die deutsche Gruppe liefert bei der Heim-WM in Frankfurt zwei starke Auftritte ab. Den Traum von einer Mehrkampf-Medaille in der Rhythmischen Sportgymnastik konnte sie sich aber nicht erfüllen.
Das Quintett mit Alisa Datsenko, Anja Kosan, Alina Ott, Helena Ripken und Anna-Maria Shatokhin erhielt in der Qualifikation für die beiden Geräte-Finals mit fünf Bällen sowie drei Reifen und zwei Keulen insgesamt 55,050 Punkte und verpasste auf Platz vier knapp das erhoffte Edelmetall.
Knappe Entscheidung
Das Gesamtergebnis aus der Qualifikation galt zugleich als Endresultat im WM-Mehrkampf. Am Ende fehlten dem deutschen Quintett in der mit 4.250 Zuschauern erneut ausverkauften Frankfurter Festhalle lediglich 0,450 Zähler zur Bronzemedaille, die sich Brasilien sicherte. Gold ging an Spanien. Der Europameister setzte sich mit 57,450 Punkten vor Titelverteidiger Japan (56,700) durch.
Fünf Medaillenchancen zum WM-Abschluss
Kleines Trostpflaster für die deutsche Gruppe: Sowohl mit fünf Bällen als auch drei Reifen und zwei Keulen qualifizierte sie sich für die beiden Gerätefinals am Sonntag. Dann greift auch Mehrkampf-Weltmeisterin Darja Varfolomeev in den Einzelfinals mit dem Ball, dem Band und dem Reifen nach weiteren Medaillen.
Fehler mit den Bällen
Die deutsche Gruppe lieferte zwei starke Auftritte ab. Doch ein Fehler bei der Übung mit den Bällen, wo Ripken das Gerät kurzzeitig verlor, kostete am Ende die mögliche Medaille.
Am Ende ist es Platz 4
Auch in der Teamwertung, in die die acht besten Wertungen aus den Einzel-Qualifikationen sowie die zwei Wertungen aus dem Gruppenmehrkampf einfließen, ging Deutschland leer aus. Am Ende stand für den Titelverteidiger Rang vier.
Russische Gymnastinnen holen Gold
Gold gewannen die russischen Gymnastinnen, die bei der WM trotz der Aufhebung aller Beschränkungen durch den Turn-Weltverband (FIG) unter neutraler Flagge antreten müssen. Diese Regelung hatten die FIG, der Deutsche Turner-Bund und der Deutsche Olympische Sportbund gemeinsam mit der Bundesregierung getroffen.