Vor FCK-Auswärtsspiel - Kohfeldt: "Der Glaube ist riesig"
Für die noch sieglosen Darmstädter steht das nächste Auswärtsspiel in der 2. Bundesliga an: Die Südhessen um Trainer Florian Kohfeldt treffen am Samstag auf den 1. FC Kaiserslautern. Trotz Tabellenplatz 18 gibt sich Kohfeldt vor der Partie weiter positiv.
Anpfiff im Fritz-Walter-Stadion ist am Samstag um 13 Uhr, rund 2400 Lilien-Fans werden erwartet. Mit nur einem Punkt aus zwei Spielen steht der SV Darmstadt 98 aktuell auf dem letzten Tabellenplatz – der FC Kaiserslautern steht auf dem sechsten Tabellenrang.
Kohfeldt warnt vor der FCK-Wucht
Auf die Frage, ob eher Vorfreude oder Anspannung überwiegt, war die Antwort klar: "Ich spiele nicht nur gerne in großen Stadien, sondern insgesamt in stimmungsvollen Stadien." Gleichzeitig weiß er genau, was auf sein Team zukommt: Kaiserslautern presst früh und hoch, spielt sehr mannorientiert und sucht mit langen Bällen oder über die Flügel schnell den Weg in die letzte Kette. Als besonderen Unterschiedsspieler nannte Kohfeldt explizit FCK-Kapitän Marlon Ritter.
Einzelgespräche für die Betze-Neulinge
Fünf bis sechs mögliche Startelf-Spieler waren noch nie am Betzenberg im Einsatz. Deshalb gibt es diese Woche gezielte Einzelgespräche, um sie auf die besondere Atmosphäre vorzubereiten - nicht nur auf das Stadion selbst, sondern auch auf Anfahrt, Aufzug und die besondere Anspannung rund ums Spiel. Kohfeldt zog dabei den Vergleich zum Auswärtsspiel in Dresden, wo man ähnlich vorgegangen sei: “Es wäre fahrlässig, die Jungs nicht darauf vorzubereiten.”
Kohfeldt erwartet Tore
Trotz magerer Torbilanz beider Teams - Kaiserslautern hat bislang nur zwei Tore erzielt und eines kassiert, Darmstadt ebenfalls erst zwei geschossen - erwartet Kohfeldt eher ein torreiches Spiel als eine Nullnummer. Beide Mannschaften wollen mutig nach vorne spielen und sich über Tore definieren. Vom "Süd-Derby"-Etikett hält er dagegen wenig, für die Spielvorbereitung spiele die regionale Nähe ohnehin keine Rolle.
Weiterhin großer Glaube
Trotz der Tabellensituation will Kohfeldt von einem Fehlstart nichts wissen. Wichtiger als die Tabelle seien für ihn Faktoren, die man selbst beeinflussen kann: Leistung, Zusammenspiel und Mentalität. Der Glaube im Team sei riesig - größer sogar, als er es selbst zu diesem Zeitpunkt erwartet hätte.
Personalupdate
Vukotic ist gesperrt, Lakenmacher fällt weiterhin mit Adduktorenproblemen aus. Immerhin ist Kai Kleefisch nach seiner Sperre wieder im Kader. Kohfeldt freut das besonders, weil sein Defensiv-"Viereck" aus Hiroki Akiyama, Kleefisch, Pfeiffer und Vukotic in dieser Saison bislang aus verschiedensten Gründen nie komplett zusammenspielen konnte. Ein Umstand, den er sich für die kommenden Wochen anders wünscht.
Lührs ist Startelfoption
Für den gesperrten Vukotic ist Yannick Lührs ein Kandidat für die Startelf in der Innenverteidigung. Nach seiner Einwechslung gegen Hannover, als Vukotic vom Platz geflogen war, hinterließ er bei Kohfeldt großen Eindruck: "Er hat sehr gut gespielt. Es war sicherlich keine einfache Einwechslung."
Mikelbrencis Kandidat für den Kader
Auch Neuzugang William Mikelbrencis könnte schon eine Rolle spielen. Der Franzose absolvierte diese Woche alle Trainingseinheiten ohne Probleme und überzeugte laut Kohfeldt bereits in der Trainingswoche. Ein Kaderplatz entscheidet sich nach dem Abschlusstraining. Das Bauchgefühl des Trainers sage aber: “Ich glaube, er steigt gleich mit in den Bus.”