Zahlreiche prominente Gäste - Wochenende des Amateurfußballs begeistert
Zwei Tage lang war der DFB-Campus in Frankfurt ein einziges großes Vereinsheim: Tausende Besucherinnen und Besucher feierten beim „Wochenende des Amateurfußballs" gemeinsam mit Weltmeistern, Trainern und Spielern sowie unzähligen Ehrenamtlichen ein rundum gelungenes Fußballfest.
Für alle Beteiligten - von den kleinsten Kickern bis zu den großen Stars - war es ein besonderes Wochenende zum Anfassen. Zwischen Kinderfußball-Festivals, echten Ligaspielen und zahlreichen Mitmachangeboten verschwammen die Grenzen zwischen Amateuren und Profis für zwei Tage komplett.
Götze: "Am Ende spielen wir alle Fußball"
Eines der größten Highlights des Wochenendes war zweifellos der Besuch von Mario Götze: Der Eintracht-Profi nahm sich am Samstag viel Zeit für Autogramme und Selfies und erklärte im Gespräch mit FFH den Kindern, warum ihm der Amateurfußball so am Herzen liegt. "Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich früher als Kind gespielt habe. Ich habe auch heute noch Freunde und Bekannte, die im Amateurfußball unterwegs sind. Am Ende spielen wir alle Fußball, egal auf welchem Niveau. Es geht für alle um den Spaß", sagte der Weltmeister von 2014.
Turniere und Training für zahlreiche Altersklassen
Auf dem gesamten Gelände jagte über beide Tage ein Programmpunkt für den Nachwuchs den nächsten. Kinderfußball-Festivals führten die G-, F- und E-Juniorinnen über die Plätze, dazu kamen ein inklusives Fußballturnier sowie ein Freundschaftsspiel der Ü32-Frauen.
Petersen stellt sich Fragen der Kinder
Ex-Profi Nils Petersen stand bei einer Kids-Pressekonferenz unter der Leitung von FFH-Sportchefin Sonja Pahl Rede und Antwort. Die jungen Kicker wollten alles wissen: bester Gegenspieler, bester Mitspieler, schönste Auswärtsfahrt, größte Erfolge und persönliche Spielvorbereitung. Petersen hatte vorher allen das Du angeboten - "Wir sind doch alle Fußballer, da duzen wir uns", sagte er - und ermutigte die Kids, an ihrem Traum von der Bundesliga festzuhalten.
Völler schwelgt in Erinnerungen
Auch Rudi Völler nahm sich am Sonntag Zeit für die jungen Kickerinnen und Kicker. Er erzählte, wie sein Vater Jugendleiter bei 1860 Hanau war, wo bereits sein älterer Bruder spielte, und seine Mutter nach den Spielen die Trikots wusch. Von dort aus zog es ihn in die große Fußballwelt, doch die Wurzeln im Amateurfußball vergaß er nie - geduldig beantwortete er alle Fragen und nahm sich danach Zeit für Autogramme und Erinnerungsfotos mit den Teams.
Ehrenamt im Mittelpunkt
Abseits der großen Namen stand das Engagement an der Basis im Fokus. Für vorbildliches Fair Play wurden mehrere Amateure ausgezeichnet, unter anderem ein Spieler, der in einer Kreisklasse-Partie den Schiedsrichter im Umgang mit störenden Zuschauern vorbildlich unterstützt hatte, sowie ein Ehrenamtlicher, der bei einem Hallenturnier Erste Hilfe geleistet hatte. Petersen zeigte sich von dem Ehrenamt sichtlich begeistert: “Man muss positiv verrückt sein, das alles zu machen. Ich feiere das.”
Punktspiele auf DFB-Rasen
Neben dem Rahmenprogramm standen auch echte Ligaspiele auf dem Programm - ausgetragen auf den Plätzen, auf denen sonst die Nationalmannschaften trainieren. Am Samstag gewann Türk Gücü Friedberg mit 2:1 gegen die U21 des SV Darmstadt 98 in der Hessenliga, geleitet vom Bundesliga-Schiedsrichter Richard Hempel. Am Sonntag stand die Partie der Frauen-Hessenliga zwischen der Spvgg. Oberrad und dem MFFC Wiesbaden auf dem Programm, gepfiffen von der früheren FIFA-Schiedsrichterin Riem Hussein, die für diese eine Partie extra ihr Comeback gab. Das Spiel endete 2:2.
Ein Fest mit Ausblick
Ob auf dem Platz oder daneben: Das "Wochenende des Amateurfußballs" hat einmal mehr gezeigt, was den Fußball in Deutschland ausmacht - nicht nur Titel und große Namen, sondern die Menschen, die Woche für Woche trainieren, organisieren und ihre Begeisterung weitergeben.