"Spiel des Jahres" gegen Kiel - So geht der TV Hüttenberg ins Pokalduell
Dorfverein gegen Rekordmeister: Am Mittwochabend (19 Uhr) wartet auf Handball-Zweitligist TV Hüttenberg das Highlight-Spiel im DHB-Pokal. Zu Gast in Mittelhessen ist kein geringerer als die Star-Truppe des THW Kiel. Dafür steht extra ein Umzug an.
“Von 100 Spielen gegen den THW Kiel gewinnen wir maximal eins. Aber vielleicht ist am Mittwoch genau dieses eine Spiel”, meint Hüttenbergs Trainer Stefan Kneer am FFH-Mikro. Die Favoritenrolle für die zweite DHB-Pokalrunde könnte nicht deutlicher verteilt sein. Trotzdem: “Wir müssen einfach mutig zu sein”, fordert Kneer.
Euphorie in der Handball-Gemeinde ist riesig
Seit die Auslosung vor drei Wochen dem TV Hüttenberg das Hammerlos bescherte, herrscht Ausnahmezustand in der mittelhessischen Handballgemeinde. Schon Minuten nach dem der Gegner klar war, erreichten den Verein haufenweise Ticketanfragen. Jeder will beim “Spiel des Jahres” dabei sein. Für die Verantwortlichen war deshalb schnell klar: Das Sportzentrum Hüttenberg, sonst Heimspielstätte in der zweiten Liga, ist zu klein für diese große Partie.
Großes Event in großer Arena
Am Mittwoch erfolgt so der Umzug in die große Buderus-Arena in Wetzlar mit über 4.400 Plätzen. “Das Sportzentrum lebt natürlich von seiner Enge und der Stimmung. Trotzdem ist es cool, dass wir jetzt ein großes Event haben, bei dem möglichst viele dabei sen können”, sagt Rückrauspieler David Kuntscher über den ungewohnten Spielort. Das Ziel müsse sein, das Publikum auch in Wetzlar anzuzünden. Und das geht am besten mit einem mutigen Auftritt gegen die Kieler.
Kieler Star-Truppe als Zuschauermagnet
Auf viele Fans kann sich der TVH auf jeden Fall auch in der Buderus-Arena verlassen. Die über 3.000 Sitzplätze waren bereits nch wenigen Stunden ausverkauft. Aktuell sind nur noch Restkarten im Stehblock zu haben. “Der THW ist natürlich ein großer Zuschauermagnet. Trotzdem hoffen wr, dass die Leute auch kommen, um uns spielen zu sehen”, sagt Kuntscher mi einem Augenzwinkern.
Genießen ist angesagt
Alles ist also angerichtet für einen großen Pokalabend gegen die Star-Truppe von der Ostsee - ein einzgartiges Erlebnis für die junge Hüttenberger Mannschaft. “Die wenigsten im Team haben schon mal gegen solche Spieler gespielt. Wenn wir auf unsere hundert Prozent kommen, werden wir die Atmospäre auch genießen können”, ist sich Coach Stefan Kneer sicher.
Kieler Bilanz in Wetzlar als gutes Omen?
Und vielleicht sind einige Kieler um Nationalkeeper Andreas Wolff bei der Wahl des Spielorts auch kurz aufgeschreckt. Denn die Bilanz der Norddeutschen in der Heimspielstätte der HSG Wetzlar ist alles andere als gut: Seit über zwei Jahren konnten sie hier kein Spiel mehr gewinnen. Ein gutes Omen auch für Hüttenberg? “Natürlich haben wir das gehört”, meint TVH-Shooter Kuntscher. “Aber ich denke nicht, dass das für unsere Spielvorbereitung jetzt eine Rolle spielt”, ergänzt er lachend.