Pokal-Sensation bleibt aus - TV Hüttenberg und HSG Wetzlar chancenlos
Die Euphorie vor dem Pokalkracher war groß, doch am Ende ist der deutsche Rekordmeister zwei Nummern zu groß: Der TV Hüttenberg hat sein Highlight-Spiel gegen den THW Kiel im DHB-Pokal klar mit 23:41 verloren, durfte sich aber dennoch feiern lassen. Auch der HSG Wetzlar gelang beim deutschen Meister SC Magburg keine Sensation.
Für das “Spiel des Jahres” zog der Handball-Zweitiligist aus Hüttenberg extra in die große Buderus-Arena nach Wetzlar. Über 3.500 Zuschauer sorgten hier schon vor Anpfiff für Gänsehaut-Stimmung - eine Kulisse, vor denen die meisten TVH-Spieler noch nie aufgelaufen sind.
Klare Verhältnisse von Beginn an
Da war die Nervosität in den Anfangsminuten spürbar: Die Hüttenberger leisteten sich einige Fehler, während das Kieler Star-Ensemble keinen Zweifel daran ließ, wer hier der große Favorit ist. Bereits nach 6 Minuten griff TVH-Trainer Stefan Kneer beim Stand von 1:6 zur ersten Auszeit. Danach wurde Hüttenberg konzentrierter und bissiger in der Abwehr. Der Klassenunterschied war dennoch in allen Bereichen zu erkennen - der Pausenrückstand der Mittelhessen mit 11:22 schon überdeutlich.
Hüttenberg kämpft - Kiel lässt nichts anbrennen
Trainer Stefan Kneer rüttelte seine Mannschaft für Durchgang zwei nochmal auf. Und phasenweise zeigte sein dann tatsächlich, dass er es mit dem großen THW Kiel aufnehmen kann - vor allem, wenn der TVH ins Tempospiel kam. Doch allzu oft ließ der Rekordmeister die Mittelhessen nicht gewähren: Der Sieg der Norddeutschen war am Ende auch in der Höhe unstrittig.
Besondere Erfahrung für alle TVH-Spieler
Für die Hüttenberger blieb trotzdem Gelegenheit, das einmalige Erlebnis in der Buderus-Arena zu genießen. "Es war schön für jeden Spieler, diese Atmosphäre mal aufzusaugen und gegen so ein Top-Team zu spielen", meinte Kapitän Hendrik Schreiber. Eine Erfahrung, die das Team vielleicht auch für den Liga-Alltag pushen kann. Bereits am Samstag geht es dort gegen Minden mit dem nächsten Heimspiel weiter - dann wieder im gewohnten Sportzentrum Hüttenberg.
Wetzlar mit zu vielen Fehlern gegen Magdeburg
Auch die HSG Wetzlar konnte ihrem Gegner SC Magdeburg auswärts nie wirklich gefährlich werden. Am Ende stand für den mittelhessischen Bundesligist eine klare 28:38-Pleite beim amtierenden Deutschen Meister. Bereits in Durchgang eins leistete sich die HSG zahrleiche Ballverluste und lud damit Magdeburg immer wieder zu einfachen Toren ein.
HSG-Nachwuchskeeper überzeugt
Den Fünf-Tore-Rückstand zur Pause konnte das Team von Trainer Runar Sigtryggson nicht mehr aufholen. Der SCM, dem Wetzlar im Saisonfinale der abgelaufenen Spielzeit noch einen großen Fight geliefert hatte, kontrollierte die Partie und zog schließlich bis auf zehn Tore davon. Doch es gab auch Lichtblicke bei der HSG: Nachwuchkeeper Hendrik Pantel machte mit starken Paraden auf sich aufmerksam. Dazu erzielte Youngster Alois Mraz in der sSchlussphase seinen ersten Treffer für die Profis.