HSG Wetzlar hält trotz Heimniederlage gegen SCM die Klasse
Trotz Heimniederlage gegen SCM - HSG Wetzlar hält dramatisch die Klasse
Riesen-Jubel und kollektives Durchatmen bei der HSG Wetzlar! Die mittelhessischen Bundesliga-Handballer schaffen am letzten Spieltag den Klassenerhalt. Trotz einer 30:31-Niederlage vor heimischer Kulisse in der ausverkauften Buderus Arena gegen den feststehenden Meister SC Magdeburg spielt die HSG auch in der kommenden Spieltag erstklassig.
Eine verkorste Wetzlarer Saison mit zwischenzeitlich elf Pleiten am Stück findet doch noch ihr positives Ende. Gegen Ende der Spielzeit steigerte sich die HSG - vor allem in Heimspielen - und zieht so den Kopf aus der Abstiegsschlinge. Am Ende sichert der Sieg der bereits abgestiegenen Leipziger in Minden den Klassenerhalt. Minden ist der zweite Absteiger.
Starker Wetzlarer Start
Zu Beginn der Partie hielten die Mittelhessen vor 4.421 Zuschauern klasse mit, kamen durch Treffer von unter anderem Mappes, Nafea und Ahouansou immer wieder in einen knappen Vorsprung und setzten den haushohen Favoriten so unter Druck. Nach zehn Minuten setzte Oldie-Keeper Palicka ein Ausrufezeichen und hielt einen Magdeburger Siebenmeter beim Spielstand von 7:7. Im Gegenzug brachte Ahouansou die HSG wieder in Führung, dann nahm Meistertrainer Wiegert die erste Auszeit.
HSG hält bis zum Pausen-Remis klasse mit
Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit blieb es eine Partie auf Augenhöhe, immer wieder glänzte Palicka in seinem letzten Spiel für die HSG mit Paraden. Doch der CL-FinalFour-Teilnehmer vom nächsten Wochenende ließ sich nicht abschütteln und hielt die Wetzlarer in Schlagdistanz. Kurz vor der Pause wurden auch die Handys in Wetzlar immer wieder gezückt - im Parallelspiel lag Leipzig mit Ex-HSG-Coach Carstens deutlich gegen den Wetzlarer Konkurrent Minden vorne - zur Halbzeit 18:14. In Wetzlar stand es nach 30 Minuten 17:17.
Wetzlarer in zweiter Hälfte weiter konzentriert
Die zweite Halbzeit blieb weiter eng - auch hier gelang der HSG immer wieder, mit schnellen Ballgewinnen für Gefahr zu sorgen. Die Atmosphäre in der Halle zu diesem Zeitpunkt schon längst ekstatisch - die Nervosität war allen Wetzlarern auf der Tribüne anzumerken. Nach 39 Minuten zog auch die HSG die zweite Auszeit - bei einem immer noch vielversprechenden Zwischenstand von 21:21. Unterdessen verkürzte Wetzlars Gegner im Fernduell, Minden, in Leipzig auf nur noch zwei Tore Rückstand.
Nervenkrimi bahnt sich in der Schlussphase an
Zu Beginn der letzten 20 Minuten bahnte sich dann endgültig ein Fernduell an: In Wetzlar immer wieder Verletzungsunterbrechungen und vergebene HSG-Chancen, währenddessen sah der Magdeburger Lagergren die Rote Karte. Noch schlechter für Wetzlar: Minden glich in Leipzig aus. Ein echter Showdown bahnte sich an. Umso wichtiger, dass Palicka nach 44 Minuten beim Spielstand von 23:23 erneut einen Magdeburger Siebenmeter hielt.
Enges Finish: HSG hält dank Leipzig-Sieg die Klasse
Zehn Minuten vor dem Ende war aus Wetzlarer Sicht alles in Ordnung: Die HSG führte knapp mit 25:24 und Leipzig lag - dort bereits fünf Minuten vor dem Ende - mit 24:23 vorn. Wer in der Buderus Arena nicht schon stand, tat dies spätestens jetzt. Sieben Minuten vor Schluss glich Top-Werfer Mappes eine kurze SCM-Führung zum 26:26 aus. Es ging immer weiter hin und her - Paraden hier, Treffer dort - Wetzlar wurde zum Tollhaus. Mit einem guten Ende.
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