Nach irrer A5-Verfolgungsjagd - Mann wegen versuchten Mordes angeklagt
Es war eine dramatische Verfolgungsjagd auf der A5 zwischen Friedberg, Bad Homburg und Ober-Mörlen Anfang Januar. Jetzt ermittelt die Polizei gegen den 32-Jährigen Fluchtfahrer wegen versuchten Mordes. Er soll gezielt auf zwei Beamte zugesteuert haben, die sich nur durch einen Sprung über die Leitplanke retten konnten.
Gemäß dem Polizeipräsidium Westhessen, das in diesem Fall die Ermittlungen übernommen hat, lieferte sich ein 32-jähriger Autofahrer am 7. Januar eine halbstündige Verfolgungsfahrt mit der Polizei. Er entkam zunächst einer Zivilstreife aus Mittelhessen, die ihn auf der A5 zwischen Friedberg und Bad Homburg kontrollieren wollte. Trotz der Nutzung von Stoppsticks und Pfefferspray gelang es den Beamten nicht, den Fahrer zu stoppen, der weiter in Richtung Frankfurt fuhr.
Gefährliche Manöver
Bei der fieberhaften Jagd soll der 32-Jährige sein Auto auch gezielt auf zwei Polizisten zugesteuert haben, die sich nur durch einen Sprung über die Leitplanke retten konnten. Anschließend sei der Verdächtige entgegen der Fahrtrichtung, also Richtung Kassel, auf der Autobahn gefahren.
Haftbefehl erlassen
Die dramatische Flucht endete kurz vor der Anschlussstelle Ober-Mörlen, wo die Polizei das Fahrzeug schließlich stoppen und den Verdächtigen festnehmen konnte. Das Amtsgericht Frankfurt am Main erließ Haftbefehl. Aufgrund der Ermittlungen, durch die das laut Polizei gezielte Zusteuern auf die Beamten bekannt wurde, ist der Festgenommene nunmehr des versuchten Mordes dringend verdächtig.
Zeugen gesucht
Die Ermittlungen zu den Motiven für die Flucht sind im Gange. Das Polizeipräsidium Westhessen bittet die Öffentlichkeit um Mithilfe. Wer die Verfolgungsfahrt beobachtet oder Bildmaterial angefertigt hat, wird gebeten, sich bei der Polizei in Bad Homburg unter der Telefonnummer 06172 120-0 melden.
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