Das kommt Montag auf Pendler zu - Warnstreik bei Bus und Bahn in Hessen
Fahrgäste des Öffentlichen Nahverkehrs in Hessen müssen am Montag (2.02.) mit Ausfällen und Verspätungen rechnen. Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten der kommunalen Verkehrsbetriebe in mehreren Städten aufgerufen, mit der Frühschicht die Arbeit niederzulegen.
Das Ziel sei den Forderungen zum Tarifvertrag Nahverkehr (TV-N) Nachdruck zu verleihen. Vom Warnstreik betroffen sind die Städte Frankfurt, Kassel, Wiesbaden, Gießen und Marburg.
Welche Verbindungen sind betroffen?
In Frankfurt fallen ausschließlich die U- und Straßenbahnen unter den umstrittenen Tarifvertrag. Die S-Bahnen der Deutschen Bahn AG wie auch die privatrechtlich betriebenen Busse dürften nicht bestreikt werden. In Kassel betreibt die städtische Verkehrsgesellschaft KVG Busse und Straßenbahnen. In den übrigen Städten könnten Busse der kommunalen Betreiber ausfallen. In den fünf genannten Betrieben sind rund 5.200 Beschäftigte zu dem ganztägigen Warnstreik aufgerufen.
Forderungen zum Manteltarif
Die ÖPNV-Verhandlungen werden von Verdi parallel in allen Bundesländern geführt. Es geht in Hessen diesmal nicht um die Gehälter der Beschäftigten, sondern um die Arbeitsbedingungen nach dem Manteltarifvertrag. In Brandenburg, Thüringen und dem Saarland streitet die Gewerkschaft darüber hinaus auch für höhere Löhne und Gehälter. Verhandlungspartner sind die jeweiligen Landesverbände des Kommunalen Arbeitgeberverbands (KAV).
Arbeitgeberangebot in der Tarifrunde
Am Donnerstag hatte die zweite Verhandlungsrunde in Hessen zwar ein Angebot der Arbeitgeber, aber kein Ergebnis gebracht. Verdi hat ein Bündel von Forderungen aufgestellt, in dem es um Schichtzuschläge, Eingruppierungen, Ballungsraumzulage und einen zusätzlichen Urlaubstag geht. Die Arbeitgeber sollen sich zudem bereiterklären, über einen weiteren Urlaubstag exklusiv für Gewerkschaftsmitglieder zu sprechen.
Vergangener Streik
Letztmalig haben die Beschäftigten des ÖPNV in Hessen im vergangenen Winter Warnstreiks organisiert. Besonders betroffen waren damals die Fahrgäste in den Großstädten Frankfurt und Kassel.