Kommunalwahl 2026 - So funktioniert die Briefwahl
Mitte März werden in Hessen 21 Kreistage sowie die kommunalen Parlamente von 421 Städten und Gemeinden gewählt. Briefwahl ist bereits möglich. Wie funktioniert sie?
In dreieinhalb Wochen sind Kommunalwahlen in Hessen, doch bereits jetzt kann gewählt werden. Die meisten Bürgerinnen und Bürger werden die Wahlbenachrichtigungen wohl bereits erhalten haben, bei den anderen sollten sie in den nächsten Tagen im Briefkasten liegen. Denn: Bis zum 22. Februar müssen die Unterlagen spätestens zugestellt sein, wie Stefan Köster vom Frankfurter Bürgeramt, Statistik und Wahlen betont.
Wie kann ich eine Briefwahl beantragen?
Wer am Wahltag, dem 15. März, arbeiten muss, verreist ist oder einfach nicht ins Wahllokal gehen möchte, kann seine Stimmen per Brief abgeben.
Um die Briefwahlunterlagen zu beantragen, kann man in der Wahlbenachrichtigung einen entsprechenden Antrag ausfüllen und diesen per Post an das Wahlamt schicken. Auf den Wahlunterlagen findet sich in der Regel auch ein QR-Code. Dieser kann abgescannt werden, um die Unterlagen über das Internet zu beantragen.
Ein formloser Antrag per Post oder E-Mail unter Angabe von Familiennamen, Vornamen, vollständiger Anschrift und Geburtsdatum an das Wahlamt ist ebenfalls in Ordnung. Nur eine telefonische Beantragung ist nicht zulässig.
Bis wann kann ich den Antrag auf Briefwahl stellen?
Es gibt eine Frist, die eingehalten werden muss. "Anträge können bis zum zweiten Tag vor der Wahl, also Freitag, 13. März, gestellt werden", heißt es beispielsweise bei der Stadt Marburg. "Danach werden Wahlscheine und Briefwahlunterlagen noch in begründeten Ausnahmefällen, etwa bei nachgewiesener plötzlicher Erkrankung, bis zum Wahltag, 15 Uhr ausgestellt."
Ich habe Briefwahl beantragt, kann ich dennoch ins Wahllokal gehen?
Ja, das geht. Aber im Wählerverzeichnis in Ihrem Wahllokal steht hinter Ihrem Namen ein Sperrvermerk. "Sie können trotzdem im Wahllokal wählen, müssen dazu aber Ihren Wahlschein und Ihren Ausweis vorlegen. Die Wahlbenachrichtigung reicht bei beantragten Briefwahlunterlagen nicht mehr zum Wählen aus", steht beispielsweise auf der Seite der Stadt Hanau.
Und was hat es mit den Briefwahllokalen auf sich?
In vielen Städten und Gemeinden kann man schon jetzt an einer Wahlurne seine Stimme abgeben. So hat das Frankfurter Briefwahllokal nördlich der Innenstadt seit dem 2. Februar geöffnet. Darmstädter können ihre Briefwahlunterlagen ebenfalls persönlich beim Wahlamt abholen und - wenn gewünscht - sofort wählen. "Bitte bringen Sie hierzu Ihren Ausweis/Pass und - sofern vorhanden - Ihre Wahlbenachrichtigung mit", heißt es bei der Stadt.