Die Eintracht um Mario Götze fährt gegen Freiburg einen Sieg ein.
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Eintracht Frankfurt muss mehrere Wochen auf Torwart Kaua Santos verzichten. Der Brasilianer hat sich beim 2:0-Heimsieg am Sonntag gegen Freiburg einen Innenband-Verletzung im Knie zugezogen. Das hat die Eintracht am Montag Nachmittag mitgeteilt.
Das Freiburg-Spiel hatte denkbar unglücklich aus Eintracht-Sicht begonnen: Nach gerade einmal zwanzig gespielten Sekunden verletzte sich Keeper Kaua Santos bei einer Rettungsaktion gegen den Ex-Frankfurter Matanovic. Minutenlang wurde er am rechten Knie behandelt, indem er sich vergangenes Jahr erst einen Kreuzbandriss zugezogen hatte. Dann musste er vom Feld. Für ihn kehrte Michael Zetterer zurück ins Eintracht-Tor.
Wenige Chancen in der ersten Halbzeit
Großartig viel zu tun bekam der neue SGE-Torwart vorerst nicht - dafür aber sein Gegenüber Noah Atubolu: Gegen Nathaniel Brown und Jonathan Burkhardt musste der Freiburger Keeper gleich zweimal parieren (24.). Nur wenige Minuten später vergab die Eintracht durch Kalimuendo die nächste dicke Gelegenheit. Es dauerte bis zur Nachspielzeit der ersten Halbzeit, ehe Freiburg zu einer Großchance kam: Matanovic traf per Kopf den Pfosten.
Von Erleichterung bis Euphorie: Die Stimmung Eintracht-Fans nach dem Spiel
"Da geht noch was in Richtung Europa", sagen die SGE-Anhänger nach dem Spiel am FFH-Mikro.
Einfach toll, weil wir Anordnung verloren haben, ist es einfach nur ein schönes Gefühl. War eine unfassbare Atmosphäre, die erste Halbzeit war ein bisschen schwierig, aber dann in der zweiten hat es sich nochmal ein bisschen gedreht. Tolles Spiel gewesen. Ich bin einfach euphorisiert, muss ich tatsächlich sagen. Ja, ich bin total glücklich. Heute Nerven bewahrt, nicht nervös geworden, sechs Punkte spielen, natürlich Druck von vornherein gewesen, aber gut umgesetzt. Der Traum von Europa lebt tatsächlich und ich denke mal, der restlichen Saison wird sich definitiv auch noch was in die Richtung entwickeln.
Koch: "Haben wieder ein Selbstverständnis"
Eintracht-Kapitän Robin Koch lobt nach dem Spiel am FFH-Mikro den Aufztritt des Teams und deutet das als wichtiges Signal für den Saisonendspurt.
Die nächsten Wochen sind extrem wichtig für uns. Wir haben jetzt wieder ein anderes Selbstverständnis, wie ich schon gesagt habe, dass du das Gefühl hast, okay, wir können dem Gegner wehtun, wir können dominieren, wir sind gut mit dem Ball, wir stehen stabil defensiv und das müssen wir auf jeden Fall mitnehmen in den nächsten Wochen.
Auch nach der Pause blieb der SCF am Drücker: Grifos Schuss aus kurzer Distanz konnte Zetterer sehenswert parieren (49.). Nach einer guten Stunde platzte dann der Knoten bei der Eintracht. Gerade mal 30 Sekunden stand Fares Chaibi nach seiner Einwechlsung auf dem Feld, da bekam er nach einem Freiburger Fehlpass den Ball von Collins durchgesteckt. Der Algerier fackelte nicht lange und versenkte den Ball zur Frankfurter Führung im Tor.
Entscheidung durch Bahoya
Und das Team von Trainer Albert Riera legte in der Schlussphase nach - und wieder war Joker Chaibi beteiligt: In der 81. Minute bediente er Bahoya auf der linken Seite. Dessen Kunstschuss von der Strafraumgrenze schlug unhaltbar im langen Eck ein. Die Eintracht machte damit spät die wichtigen drei Punkte gegen den Tabellennachbarn perfekt.
Krösche: "Schritt in die richtige Richtung"
Eintracht-Sportvorstand Markus Krösche spricht am FFH-Mikro über den Sieg gegen den SC Freiburg.
Es kommen natürlich auch Zeiten, wo es vogelwild war und wo wir natürlich dann wenig Kontrolle hatten. Ich glaube, das Entscheidende im Fußball ist, dass du immer eine Balance findest zwischen natürlich offensiver Aktion, aber trotzdem auch eine defensive Kontrolle, gerade in der Bundesliga. Und da machen wir jetzt unsere Schritte. Das muss man einfach sagen. Und heute, wie gesagt, Freiburg ist eine gute Mannschaft, die mit uns um die internationalen Plätze kämpft. Deswegen war das natürlich wichtig, dass wir uns da nicht auf einen offenen Schlag einlassen. Trotzdem können wir natürlich ein paar Dinge besser machen, aber es war auf jeden Fall wieder ein Schritt in die richtige Richtung.
Um eine mögliche Europa League-Teilnahme wollen sich die Verantwortlichen bei der Eintracht noch nicht zu viele Gedanken machen. “Wir konzentrieren uns auf St. Pauli jetzt. Das ist das nächste Spiel”, sagte Frankfurts Sportvorstand Markus Krösche mit Blick auf das Duell am kommenden Sonntag in Hamburg. Dann soll unter dem neuen Coach Albert Riera nach zwei Heimerfolgen auch der erste Auswärtssieg her und der positive Trend fortgesetzt werden.
Robin Koch befand, dass es natürlich schön sei, in der Tabelle zu klettern. “Aber trotzdem müssen wir jetzt Woche für Woche die Aufgaben annehmen, die Spiele gewinnen und dann sehen, wie weit es gehen kann”, so der Kapitän der Eintracht.
Eintracht-Kapitän Robin Koch am FFH-Mikro über nächsten Gegner St.Pauli: "Wird nie einfach auswärts in Pauli"
Der Kapitän von Eintracht Frankfurt Robin Koch äußerte sich am FFH-Mikro über den nächsten Gegner St.Pauli und warnte: "Die werfen alles rein und es wird niemals einfach auswärts in Pauli."
Es ist ein schwieriges Spiel. Ich glaube, man hat die letzten beiden Spiele von Pauli gesehen. Für die geht es um alles im Abstiegskampf. Wir werfen alles rein. Und es wird nie einfacher auswärts in Pauli. Auf das Spiel müssen wir uns vorbereiten.