Polizeiliche Kriminalstatistik - Weniger Straftaten in Hessen
Laut der neuesten Polizeilichen Kriminalstatistik gehört Hessen weiterhin zu den sichersten Bundesländern in Deutschland. Für 2025 verzeichnet die Statistik einen Rückgang der Straftaten in Hessen von 2,9 Prozent. Innenminister Poseck sieht die Arbeit der Sicherheitsbehörden bestätigt.
Gemäß der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) wurden im vergangenen Jahr 376.981 Straftaten registriert - ein Rückgang um 2,9 % gegenüber dem Vorjahr. Auch die Straßenkriminalität ist den Angabe nach um 3,6 % zurückgegangen. Besonders erfreulich ist laut dem hessischen Innenminister der Rückgang der Geldautomatensprengungen, die sich von 61 Fällen im Jahr 2023 auf nur 6 Fälle im Jahr 2025 reduziert haben.
„Die PKS 2025 ist eine Bestätigung unserer konsequenten Sicherheitspolitik. Maßnahmen wie die Innenstadtoffensive oder die Allianz Geldautomaten wirken. Hessen ist 2025 noch sicherer geworden", wird Roman Poseck (CDU) in der zugehörigen Pressemitteilung zitiert. Der Innenminister stellte die Statistik gemeinsam mit Landespolizeipräsident Felix Paschek und LKA-Präsident Daniel Muth in Wiesbaden vor.
Anstieg bei politisch motivierter Kriminalität
Dennoch: Häusliche Gewalt hat 2025 zugenommen. Das Land reagiere auf letzteres seit 2024 mit einem Frauensicherheitspaket. “Daran werden wir auch in diesem Jahr anknüpfen. Die erweiterten Einsatzmöglichkeiten der Fußfessel, die jetzt auch auf Bundesebene auf dem Weg sind, werden überdies einen Sicherheitsgewinn für Betroffene bewirken”, heißt es in der Pressemitteilung.
Zudem ist die politisch motivierte Kriminalität gestiegen, auf 5.556 Fälle. Vor allem im linksextremen Bereich seien die Fallzahlen stark, nämlich um knapp 180 Prozent, gestiegen (von 314 auf 876). “Wir werden daher die Anstrengungen gegen den Linksextremismus intensivieren”, heißt es.
Unabhängig davon bleibe der Rechtsextremismus die größte Gefahr für die Demokratie. Das unterstreiche die erneut gestiegenen Zahlen der politisch motivierten Kriminalität aus dem rechtsextremen Bereich. Die Zahl rechtsextremer Straftaten erreicht mit 2.467 Fällen einen neuen Höchststand. Auch die rechtsextrem motivierten Gewalttaten sind weiter gestiegen, von 70 auf 73.
Mehr Angriffe auf Einsatzkräfte
Auch die Straftaten gegen Einsatzkräfte und Politiker sind gestiegen. Im vergangenen Jahr wurden 5.303 Polizistinnen und Polizisten als Opfer von Gewalt registriert - 246 mehr als im Jahr 2024. Bei Hessens Rettungsdiensten stieg die Zahl der Opfer um 13 auf 181 - und bei den Feuerwehren um 8 auf 23.
Zu den Angriffen gegen Politiker teilte das Innenministerium mit, die Zahl der Straftaten gegen Mandatsträger habe sich 2025 im Vorjahresvergleich mit einem Anstieg um 107,9 Prozent auf 994 Fälle mehr als verdoppelt. Meist handelte es sich um Beleidigungen, üble Nachreden und Verleumdungen.
Insgesamt deutlich weniger Kriminalität als vor 20 Jahren
Im 10-Jahresvergleich (403.188 Fälle) sind die Straftaten um 6,5 % zurückgegangen; im 20-Jahresvergleich (441.830 Fälle) sogar um 15 %. Die Häufigkeitszahl (Straftaten pro 100.000 Einwohner) sank von 6.046 im letzten Jahr auf 6.002. Die Aufklärungsquote ist im letzten Jahr leicht um 0,8 % auf 61,1 % gesunken.
Weniger Jugend- und Ausländerkriminalität
Die Jugendkriminalität in Hessen ist ebenfalls um 11,8 % gesunken. Dieser Wert ist seit Beginn der digitalen Datenerfassung im Jahr 2001 der niedrigste. Auch die Ausländerkriminalität hat abgenommen, was Innenminister Poseck auf den Erfolg der Rückführungspolitik für ausländische Straftäter zurückführt.