Mansoori-Pläne gestoppt: Kürzungen an Gesamtschulen kommen
Mansoori-Pläne gestoppt - Kürzungen an Gesamtschulen kommen
Hessens Wirtschaftsminister Mansoori muss sich vorerst geschlagen geben: Der SPD-Mann wollte Geld aus seinem Etat an das CDU-geführte Kultusministerium abgeben, um dort Kürzungen zu verhindern. Aus diesem Vorschlag wird nach FFH-Informationen nichts.
Die öffentlich geäußerte Idee Mansooris, 1,5 Millionen Euro von einem Ressort ins andere zu verschieben, hatte für Zoff in der schwarz-roten Koalition gesorgt, denn der Sparhaushalt für dieses Jahr war längst gemeinsam beschlossene Sache – inklusive der geplanten Kürzungen an den Gesamtschulen. Dabei bleibt es vorerst auch. Im kommenden Jahr will man sich das Thema in der Koalition erneut anschauen.
Persönliche Begründung
Die Themen individuelle Förderung und gleiche Bildungschancen hätten ihn politisiert wie keine andere Frage, hatte Mansoori dem hr gesagt und so seinen ungewöhnlichen Vorstoß begründet. Die Begeisterung im CDU-geführten Kultusministerium darüber hielt sich in Grenzen. "Die Landesregierung hat sich auf einen anspruchsvollen Konsolidierungsweg begeben, der allen Beteiligten viel abverlangt." Alles Weitere sei Gegenstand interner Beratungen, hieß es und die haben jetzt zu besagtem Kompromiss geführt.
Was bedeutet die Entscheidung für Schulen?
Für die Gesamtschulen heißt die Entscheidung: Wo Schüler mit unterschiedlichen Leistungsniveaus immer gemeinsam unterrichtet werden, steht im kommenden Schuljahr weniger Geld für Lehrer zur Verfügung. Die Einsparungen im Haushalt können sich Schätzungen zufolge zwischen 3,5 Millionen Euro und 6 Millionen Euro bewegen. An den Plänen hatte es starke Kritik gegeben, etwa vonseiten der Gewerkschaft.