Probe-Warntag in Hessen - So lief der Test
Um 10 Uhr schrillten die Sirenen und brummten die Handys – beim landesweiten Warntag heute in Hessen. Innenminister Poseck ist nach einer ersten Bilanz zufrieden.
Erste Rückmeldungen aus den hessischen Leitstellen und Kommunen zeigen, dass der Probealarm landesweit überwiegend planmäßig lief. Gravierende Störungen habe es keine gegeben, sagt Poseck.
Vereinzelt Verzögerungen
Allerdings kam es vereinzelt zu kleineren Verzögerungen – das heißt, teilweise ging der Alarm erst wenige Minuten später los als eigentlich geplant. Außerdem blieben etwa in Wiesbaden einige Sirenen still. Woran das lag, wird jetzt geprüft und nachgebessert.
"Warnsystem wichtig"
Poseck betont: “Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Sicherheitslage ist es wichtiger denn je, dass unsere Warnsysteme funktionieren und regelmäßig überprüft werden. Krisen, Naturereignisse oder andere Gefahrenlagen können jederzeit eintreten. Dann kommt es darauf an, dass Warnungen schnell, zuverlässig und für alle verständlich bei den Menschen ankommen.”
Sirenen unverzichtbar
Neben den Warnungen aufs Handy spielten Sirenen weiterhin eine entscheidende Rolle bei der Warnung der Bevölkerung, erklärt Poseck. Sie sind unabhängig von digitalen Geräten und Mobilfunknetzen. Hessen habe deshalb in den letzten Jahren den Ausbau der Sirenenanlagen gefördert. Etwa 85 Prozent der hessischen Kommunen verfügten über Sirenen, die im Ernstfall eingesetzt werden könnten.