Land Hessen plant Synergien - Kirchen auch für Schulen und Soziales
Weniger Mitglieder, weniger Steuern, teils mehr Sanierungsbedarf: Wie können Kirchen in Hessen dennoch erhalten werden? Der Landtag debattiert über neue Nutzungskonzepte.
Angesichts sinkender Mitgliederzahlen und schwindender Steuereinnahmen der Kirchen dringt Schwarz-Rot in Hessen auch auf neue Konzepte für die Erhaltung religiöser Gebäude.
Kirchen prägen Landschaft
CDU-Fraktionschefin Ines Claus sagte im Wiesbadener Landtag, die rund 3.300 hessischen Kirchen prägten die Landschaft und erzählten lokale Geschichte. Sie seien Symbol des Glaubens und des Zusammenhalts. Zugleich gebe es "finanzielle Notlagen" bei Kirchen. Bei vielen ist von Sanierungsbedarf die Rede.
Ideen vom Land
Zwar gibt es laut Claus eine Trennung von Staat und Kirche, aber nicht von Politik und Werten. Die schwarz-rote Landesregierung wolle die Kommunen bei der Erhaltung und Sanierung von Kirchen nicht alleine lassen. Vor Ort könne auch an Synergien gedacht werden, beispielsweise wenn eine Schule für ihren Ganztagsbetrieb auch kirchliche Gemeinderäume nutzen könne.
Kultur und Bildung in Kirchen
In einem Antrag der Regierungsfraktionen von CDU und SPD heißt es in diesem Sinne: "Neben der rein kirchlich sakralen Nutzung sowie einzelnen vollständigen Umnutzungen werden künftig verstärkt Modell erweiterter Nutzungen notwendig sein, die Kirchen - und Sakralgebäude auch für soziale, kulturelle, bildungsbezogene oder gemeinwesenorientierte Zwecke öffnen."