Darum steigen die Zahlen - Mehr Endometriose-Diagnosen in Hessen
Die Krankheit kann bei Frauen extrem starke Regelschmerzen verursachen und zu einem unerfüllten Kinderwunsch führen: Endometriose. Die Zahl dieser Diagnosen ist in den vergangenen Jahren auch in Hessen stark angestiegen, wie ein Report der Krankenkasse Barmer zeigt.
Demnach erhielten im Jahr 2024 rund 36.200 Frauen im Bundesland neu die Diagnose Endometriose.
Wert aus dem Jahr 2005 verdoppelt
Das entspricht einer Rate von 1.140 Betroffenen je 100.000 Frauen. Im Jahr 2005 hatte diese sogenannte Prävalenzrate in Hessen erst bei 622 je 100.000 gelegen.
Symptome lange fehlgedeutet
Der Grund für die starke Zunahme: "Endometriose-Erkrankungen sind vor einigen Jahren noch erheblich öfter unerkannt geblieben", erklärt Martin Till, Landeschef der Barmer. "Auch heute werden die Symptome einer Endometriose häufig irrtümlich als Menstruationsschmerz fehlgedeutet."
Über die Krankheit
Endometriose ist eine Erkrankung, bei der gebärmutterschleimhautähnliches Gewebe außerhalb der Gebärmutter wächst. Typische Symptome sind starke Regelschmerzen.
Endometriose: Wo Frauen Hilfe finden
Frauen, die abklären möchten, ob sie möglicherweise von Endometriose betroffen sind, können sich an zertifizierte Zentren wenden. Die Endometriose-Vereinigung Deutschland listet auf ihrer Homepage elf spezialisierte Zentren in Hessen auf, die man auch auf einer Karte suchen kann: drei in Frankfurt, zwei in Offenbach, je eines in Gießen, Hanau und Schlangenbad im Taunus. Dazu kommen zwei Zentren in Mainz und eines in Aschaffenburg.
Zertifiziert bedeutet, dass diese Einrichtungen regelmäßig überprüft werden, über besonders viel Erfahrung verfügen und interdisziplinär arbeiten.