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Rekordstreiks in Hotels und Gastro drohen

Tarifverhandlungen stocken - Streiks in Hotels und Gastro drohen

Gastronomie
© Jonas Walzberg/dpa

Kellner bei der Arbeit: Die Gewerkschaft NGG droht mit Streiks bei Hotel- und Gaststätten (Archivbild)

Die Tarifverhandlungen im hessischen Hotel- und Gaststättengewerbe stocken. Nun droht die Branchengewerkschaft NGG mit Warnstreiks in hessischen Städten.

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten droht angesichts stockender Tarifverhandlungen mit Warnstreiks in Hotels, Restaurants und Cateringfirmen. Erste Arbeitsniederlegungen könne es schon bald geben, besonders in Frankfurt, Wiesbaden, aber auch in anderen hessischen Städten und Gemeinden, sagte NGG-Verhandlungsführer Hendrik Hallier. Er kündigte an: "Vorabankündigungen wie bei der Bahn wird es nicht geben. Gleichzeitig werden dies die größten Streiks, die diese Branche in der Bundesrepublik jemals erlebt hat."

Arbeitsbelastung gestiegen

Die Beschäftigten der Branche hätten genug, sagte Hallier. In vielen Betrieben arbeite heute rund ein Drittel weniger Personal, doch die Arbeit habe nicht abgenommen. "Die Beschäftigten der Branche arbeiten zu jeder Tages- und Nachtzeit, an Feiertagen, Sonntagen und unter stetig steigenden Arbeitsbelastungen."

Forderung von 7,5 Prozent

Die NGG fordert eine Erhöhung der Gehälter und Ausbildungsvergütungen um 7,5 Prozent sowie einen jährlichen Gesundheitszuschuss von 300 EUR. Die Arbeitgeber bieten nach Darstellung der Gewerkschaft eine Gehaltserhöhung von einem Prozent über 30 Monate. Besonders brisant sei, dass die Arbeitgeber die Gehälter ungelernter Arbeitskräfte gar nicht erhöhen wollten, kritisiert die NGG, zu deren Tarifgebiet mehrere namhafte Hotels zählen.

“Tarifverhandlungen bewegen sich nicht”

"Seit unserer ersten Tarifverhandlung im Januar bewegte sich der Hotel- und Gastronomieverband Dehoga Hessen keinen Millimeter", monierte NGG-Landeschef Hakan Ulucay. Während die Preise stiegen, wollten die Gastronomen trotz der Mehrwertsteuersenkung auf Speisen von 19 Prozent auf 7 Prozent beim Personal den Rotstift ansetzen. Es sei unverständlich, dass von der Entlastung nichts bei den Beschäftigten ankomme.

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