Erleichterung in Madrid - Spanische Walbrände teils unter Kontrolle
Die Lage in Madrid entspannt sich, und Zehntausende kehren in ihre Häuser zurück. Im Osten Spaniens bleibt ein Großbrand außer Kontrolle, die nächste Hitzewelle naht.
Innenminister Fernando Grande-Marlaska sprach von Erfolgen bei der Brandbekämpfung in Madrid und den angrenzenden Provinzen Ávila und Toledo.
Evakuierungen aufgehoben
Nach einer Woche voller Angst können viele Menschen in den umliegenden Gebieten von Madrid aufatmen. Die Behörden haben Evakuierungen und Ausgangsbeschränkungen für 19 Ortschaften aufgehoben. Mehr als 50.000 Menschen kehren seit Dienstagabend nach und nach zurück, während für rund 40.000 Menschen weitere Lockerungen in Aussicht stehen.
Hitzewelle erschwert Löscharbeiten
Die vierte Hitzewelle des Sommers könnte die Löscharbeiten in den kommenden Tagen erschweren. Trotz der hohen Temperaturen hofft Innenminister Grande-Marlaska, dass mit der Ablöschung verbliebener Glutnester begonnen werden kann. Ministerpräsident Pedro Sánchez zeigte sich dennoch zuversichtlich und sprach von einem "Licht am Ende des Tunnels".
Größter Waldbrand im Osten Spaniens
Feuerwehrleute im Osten Spaniens kämpfen weiter gegen einen unkontrollierbaren Großbrand, insbesondere in der Provinz Castellón. In der Region Vall d'Uixó sind rund 10.000 Hektar zerstört. Bisher wurden dort etwa 16.000 Menschen evakuiert, viele von ihnen konnten mittlerweile zurückkehren.
Keine Entwarnung für Urlauber
Spanien erlebt eine der schlimmsten Waldbrandserien der letzten Jahre. Besonders schlimm betroffen ist Ávila mit einem Schaden von etwa 50.000 Hektar. Dies entspricht fast der Fläche des Bodensees und ist damit das größte Feuer in Spanien seit 1968. Glücklicherweise blieben wichtige Touristen-Hotspots bisher verschont. Die Behörden bleiben vorsichtig, während die Arbeiten zur Eindämmung und Prävention fortgesetzt werden.