239 Glockenschläge für Opfer - Zehn Jahre seit Erdbeben in Amatrice
Vor zehn Jahren - am 24. August 2016 - erschütterte ein Beben die mittelitalienische Gemeinde und ihre Umgebung. Mit Glockenschlägen wird an die Todesopfer erinnert.
In der mittelitalienischen Gemeinde Amatrice ist in der Nacht mit einer Mahnwache und 239 Glockenschlägen an das schwere Erdbeben erinnert worden, bei dem vor genau zehn Jahren in der Region annähernd 300 Menschen ums Leben kamen. Um 3.36 Uhr - dem Zeitpunkt des schlimmsten Bebens - gab es zunächst eine Schweigeminute. Anschließend läuteten die Glocken: Für jedes Todesopfer in Amatrice schlug die Glocke einmal, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtete.
Im Laufe des Tages wird Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni in der Gemeinde mit heute offiziell noch etwa 2.100 Einwohnern erwartet.
Das verheerende Hauptbeben in der Nacht zum 24. August 2016 hatte eine Stärke von 6,2. Allein in Amatrice und der Nachbargemeinde Accumoli kamen insgesamt 249 Menschen ums Leben. In der angrenzenden Region starben weitere 50 Menschen. Mehrere Hundert wurden verletzt, viele davon schwer. Tausende verloren ihr Zuhause.
Das Gebiet kam erst nach vielen Nachbeben, die sich über Monate hinzogen, wieder zur Ruhe. Mit dem Wiederaufbau geht es trotz staatlicher Milliardenhilfen nur schleppend voran. Offiziellen Angaben zufolge sind nicht einmal 40 Prozent der beschädigten Gebäude wiederhergestellt.