Festnahme in der Wetterau - Mann soll Fußballer vergiftet haben
Nach der Fußballfahrt nach Dresden starb ein Mann – mehr als ein Jahr später sitzt jetzt ein Verdächtiger wegen mutmaßlichen Giftmordes in Untersuchungshaft.
Mehr als ein Jahr nach der mutmaßlichen Vergiftung eines Mannes hat die Polizei einen 35 Jahre alten Tatverdächtigen aus dem Wetteraukreis festgenommen. "Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, im Juni 2025 einen 30-Jährigen aus Rockenberg durch die heimliche Verabreichung von Gift getötet zu haben", teilten die Staatsanwaltschaft Gießen und das Polizeipräsidium Mittelhessen gemeinsam mit.
Organversagen wegen Vergiftung
Laut den Angaben war das Opfer von einer Mannschaftsfahrt seines Fußballvereins nach Dresden nach Hause zurückgekehrt, als sich sein Gesundheitszustand massiv verschlechterte, woraufhin der Rettungsdienst gerufen wurde. Trotz eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen starb der Mann kurz darauf im Krankenhaus.
Experten des Instituts für Rechtsmedizin in Gießen stellten später fest, "dass das todesursächliche septische Mehrorganversagen auf eine Vergiftung zurückzuführen war". Konkretere Angaben, etwa zu der Art des Gifts, der konkreten Tathandlung sowie den genauen Hintergründen konnten aus ermittlungstaktischen Gründen nicht gemacht werden.
Mann sitzt in Untersuchungshaft
Nach seiner Festnahme wurde der Tatverdächtige am Dienstag einem Haftrichter vorgeführt, der Untersuchungshaft anordnete. Zudem seien die Wohnung des Mannes sowie dessen Arbeitsplatz durchsucht worden, hieß es. Dabei seien mehrere Beweismittel sichergestellt worden, die derzeit ausgewertet werden.