Letzte Runde für Siggis Hütte - Eskaliert jetzt der Streit?
Siggis Hütte auf dem Willinger Ettelsberg steht vor dem Aus. Nach 50 Jahren voller Partys und Erbsensuppe wird der Pachtvertrag des Kulttreffs nicht verlängert. Jetzt droht ein handfester Streit.
Eigentlich hieß es, dass das Ende der Hütte einvernehmlich sei, doch Betreiber Siggi zeigt sich in einem Online-Video enttäuscht. Der 85-Jährige äußerte, dass er und seine Familie gerne weitergemacht hätten. Dies steht im Gegensatz zu den Aussagen des Verpächters der Firma Ettelsberg Seilbahn. Geschäftsführer, Jörg Wilke, der von Siggis Video auf FFH-Nachfrage überrascht war.
Veröffentlichung nach in einer Bausitzung keine Absicht
In einem offiziellem Statement der Seilbahngesellschaft heißt es jetzt: “Die auslösende, schlagzeilengetriebene Berichterstattung in der lokalen Waldeckischen Landeszeitung der letzten Woche, die ihren Ursprung in einer sachlichen Information einer gemeindlichen Bausitzung hatte, war durch die Ettelsberg-Seilbahn in keinster Weise beabsichtigt und kann in ihrer reißerischen Form kaum im Sinne der Familie von der Heide gewesen sein. Daher verstehen wir den Unmut und die Enttäuschung über die an dieser unpassenden Stelle dargebrachten und aus dem Zusammenhang dargestellten Themen.”
Ende gemeinsam schon vor fünf Jahren besprochen
Und weiter heißt es: “Die von Siggi von der Heide angesprochenen 49 Jahre enger Zusammenarbeit zweier Partner spricht für sich allein erstmal eine klare Sprache. Dies wird unter anderem an der ungewöhnlichen, auf gegenseitigem Vertrauen basierenden Konstellation deutlich, dass zuerst Siggi und dann auch sein Sohn als Geschäftsführer der Ettelsberghütte ein Jahrzehnt lang dem Aufsichtsrat der Seilbahngesellschaft, seiner Verpächterin, angehörte. In eben genau dieser Amtszeit wurde vor rund fünf Jahren die Zusammenarbeit der nächsten Jahre, sowie auch die Beendigung der Zusammenarbeit nach Ablauf des Vertrages gemeinsam mit Pächter Jürgen von der Heide besprochen und festgelegt.”