Zahl der Blitze gesunken - Darum gab es weniger Gewitter in Hessen
In Hessen blitzt es immer seltener. Im laufenden Jahr gab es in dem Bundesland 45.400 Blitzendlandungen, wie aus Zahlen des Münchner Blitzortungsunternehmens Nowcast hervorgeht. Damit ist die sogenannte Blitzdichte 38 Prozent geringer als der Mittelwert aus den Jahren 2016 - 2025.
Im Ländervergleich liegt Hessen mit diesem Rückgang auf Platz zwei nach Brandenburg (minus 43 Prozent).
In Bayern blitzt es am häufigsten
Absolut die meisten Blitze deutschlandweit wurden den Angaben zufolge in Bayern gezählt: 226.000 Entladungen stellte das Unternehmen dort fest. Hessen liegt in dieser Kategorie im Bundesvergleich auf Platz neun.
Trockenheit führt zu weniger Gewittern
Zur geringen Gewitteraktivität habe die Trockenheit beigetragen, teilte das Blitzortungsunternehmen mit. Denn entscheidend dafür, ob Jahre blitzreich oder blitzarm sind, ist, ob Hitze und Feuchtigkeit zusammenkommen, da diese Kombination Gewitter begünstigt. Sehr trockene Jahre oder Jahre mit kalten Sommern haben meist eher weniger Blitze.
Unterschiedliche Zählweisen
In die Zählung flossen alle Blitze ein - also die, die auf dem Boden einschlugen, und die, die die Erde nicht berührten. In anderen Statistiken wurden bundesweit weniger Blitze vermerkt. Der österreichische Informationsdienst Aldis/Blids etwa registrierte bislang 135.085 Blitze (Stand 22. September). Für die Statistik wurden nur Erdblitze gezählt, keine Entladungen zwischen Wolken. Zudem wurde jeder Blitz nur einmal gezählt, auch wenn es in ihm mehrere Entladungen gab, der Blitz also flackerte.