Nachrichten > Top-Meldungen >

Jugendliche in Hessen für Social-Media-Verbot

Jugendliche in Hessen - Jeder Zweite will Social-Media-Verbot

Sabrina Wiegand

Redakteurin
Sabrina Wiegand

Obwohl fast alle Jugendlichen Social Media jeden Tag nutzen, plädiert mehr als die Hälfte für ein Verbot für Unter-14-Jährige. (Symbolbild)
© dpa

Obwohl fast alle Jugendlichen Social Media jeden Tag nutzen, plädiert mehr als die Hälfte für ein Verbot für Unter-14-Jährige. (Symbolbild)

Scrollen, liken, posten - und dann doch genervt sein: Mehr als die Hälfte der Jugendlichen in Hessen würde Social Media am liebsten verbieten lassen, zeigt eine neue Studie der Techniker Krankenkasse.

TikTok, Instagram und YouTube gehören für Jugendliche in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland längst zum Alltag. Für den Social-Media-Report der Techniker Krankenkasse (TK) wurden Jugendliche zwischen zwölf und 17 Jahren zu ihren Erfahrungen mit sozialen Netzwerken befragt. Die Mehrheit der Kinder und Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren (52 Prozent) befürwortet ein Social-Media-Verbot.

Verbot bis 14 Jahre

Davon spricht sich der Großteil für ein Verbot bis zu einem bestimmten Alter aus, im Schnitt nennen sie 14 Jahre als sinnvolle Grenze. Sechs Prozent der Befragten würden Social Media für Minderjährige sogar grundsätzlich verbieten. 43 Prozent lehnen ein Verbot komplett ab - die meisten Jugendlichen können den Netzwerken etwas Positives abgewinnen.

Werbung, Fake News und Mobbing nerven am meisten

Ein Grund für den Wunsch nach mehr Regeln: Viele Jugendliche merken selbst, dass ihnen der Dauerkonsum nicht immer guttut. Ein Drittel der Befragten in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland nutzt soziale Medien täglich mindestens drei Stunden oder länger, fast ebenso viele empfinden genau das als störend.

Am meisten stört die Jugendlichen aber etwas anderes: die Menge an Werbung. Dazu kommen Fake News, Mobbing und Beleidigungen sowie unangemessene Bilder und Videos - all das erleben viele junge Nutzerinnen und Nutzer als belastend.

Wenn Dauer-Scrollen auf die Stimmung schlägt

Wer besonders viel Zeit auf den Plattformen verbringt, berichtet häufiger von schlechter Laune, Unsicherheit bei Entscheidungen, Unzufriedenheit mit sich selbst und Erschöpfung. Ein ursächlicher Zusammenhang lässt sich aus der Befragung zwar nicht ableiten, die Ergebnisse passen aber zu aktuellen wissenschaftlichen Untersuchungen zum Thema.

Expertinnen und Experten mahnen zu mehr Medienkompetenz

Dr. Barbara Voß, Leiterin der TK-Landesvertretung Hessen, ordnet die Ergebnisse so ein: "Der Report zeigt, dass Jugendliche die Chancen und Risiken von Social Media durchaus differenziert wahrnehmen." Umso wichtiger sei es, junge Menschen frühzeitig zu einem bewussten Umgang mit sozialen Medien zu befähigen, damit ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden geschützt bleiben.

Psychische Probleme können entstehen

Auch der Psychologe und Neurowissenschaftler Christian Montag warnt vor den Risiken einer suchtähnlichen Nutzung: Diese könne "depressive Verstimmungen, Angststörungen, Schlaf- oder Essstörungen, selbstverletzendes Verhalten und Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper begünstigen". Das bedeute aber nicht, dass soziale Medien grundsätzlich krank machten - besonders gefährdet seien eher wenig organisierte oder emotional empfindliche junge Menschen. Neben Medienkompetenz brauche es deshalb auch einen verlässlichen Rahmen von Seiten der Plattformbetreiber, etwa gegen suchtfördernde Algorithmen.

Was sich Jugendliche selbst an Unterstützung wünschen

Konkrete Hilfe wünschen sich viele Jugendliche vor allem direkt auf den Plattformen oder in der Schule: Mehr als die Hälfte nennt Lernvideos zu den Risiken sozialer Medien, fast jeder und jede Zweite wünscht sich ausgebildete Ansprechpersonen an der eigenen Schule. Auch Workshops, häufigere Gespräche mit den Eltern und leicht erreichbare Hilfsangebote stehen auf der Wunschliste. Nur jeder und jede Zehnte ist der Ansicht, gar keine Unterstützung zu brauchen.

Auch interessant
Auch interessant

Wenn bald Millionen von Menschen weniger Hunger haben, verändert sich dann auch…

68 Prozent der Studienanfänger und Studienanfängerinnen mit hessischem Abschluss…

Das Asklepios Klinikum Schwalmstadt schließt seine Geburtshilfe-Abteilung am 12.…

nach oben

HIT RADIO FFH

Jetzt einschalten

HIT RADIO FFH
FFH+ DEUTSCH
FFH+ 80ER
FFH+ 90ER
FFH+ CHARTS
FFH+ ROCK
FFH+ WEIHNACHTEN
FFH RELAX
FFH KUSCHELROCK
FFH KUSCHELPOP
FFH WEIHNACHTSRADIO
FFH TOP 40
FFH LEIDER GEIL
FFH DIE 80ER
FFH JUST 90s
FFH DIE 2000ER
FFH DIE 2010ER
FFH BEST OF 2026
FFH LOUNGE
WOHLFÜHLZEIT
FFH COUNTRY RADIO
RADIO FEIERBIEST
FFH JUST PARTY
FFH HAPPY HITS
FFH TOP 1000
FFH OLDIES
FFH JUST WHITE
FFH CHILL & GRILL
FFH EURODANCE
FFH ROCK
FFH WORKOUT
RADIO SCHLAGERHERZ
FFH SCHLAGERKULT
FFH DEUTSCH PUR
FFH BRANDNEU
FFH ACOUSTIC HITS
FFH SOUNDTRACK
FFH SUMMER FEELING
FFH FRÜHLINGS FEELING
planet radio
planet radio mit mehr Deutschrap
planet radio mit mehr Dance
planet plus Fun
planet plus Power
planet plus Liebe
planet plus Heartbreak
planet plus Weihnachten
planet Livecharts
Deutschrap Finest
planet Flashback Friday
planet The Club
planet Early Morning Breaks
planet Oldschool
planet Nightwax
planet Black Beats
Taylor Swift & Friends
Ed Sheeran & Friends
The Weeknd & Friends
David Guetta & Friends
Coldplay & Friends
Harry Styles & Friends
Dua Lipa & Friends
Justin Bieber & Friends
Beyoncé & Friends
80er-Radio harmony
harmony +70er
harmony +90er
harmony +Karneval
harmony +Weihnachten
Neue Deutsche Welle
80er Kultnight
70er-80er Kultnight
80er-90er Kultnight Radio
harmony Feelings
harmony Schlager Radio
80er Divas
80er Superstars
80er Superbands
80er Wave Pop
80er Synthie Pop