Verheerender Brand in Frankfurt: Ukraine-Hilfsgüter zerstört
Verheerender Brand in Frankfurt - Lagerraum der Ukraine-Hilfe ausgebrannt
Große Bestürzung beim Hilfsverein “Frankfurt for Ukraine”: Am Morgen ist der Lagerraum der Initiative in Frankfurt-Dornbusch ausgebrannt. Über 150 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren vor Ort, die Polizei ermittelt.
Der Brand ist auf dem Gelände der Viktor-Frankl-Schule an der Fritz-Tarnow-Straße ausgebrochen, sagte die Feuerwehr. Da sich niemand zu dem Zeitpunkt in dem betroffenen Nebengebäude aufgehalten hat, waren keine Menschen in Gefahr. Die Flammen kamen den Angaben zufolge aus einem Lagerraum.
Ukraine-Hilfe betroffen
Die Polizei hat HIT RADIO FFH bestätigt, dass der Lagerraum von der Hilfsorganisation “Frankfurt for Ukraine” genutzt wird und dass dort gelagerte Gegenstände Opfer der Flammen wurden. Der Verein bringt immer wieder Hilfsgüter in ukrainische Krankenhäuser und Stadtverwaltungen.
Hilfsgüter waren versandfertig
Jumas Medoff, Gründer von “Frankfurt for Ukraine”, zeigt sich im Gespräch mit HIT RADIO FFH bestürzt: “Emotional ist das natürlich sehr, sehr schwierig zu verarbeiten. Das waren schon fertiggestellte Paletten, die abgeholt werden sollten nächste Woche. Vor allem altes Werkzeug, Feuerwehrzubehör, medizinische Geräte." Das sei für den Verein ein großer Schlag, weil über mehrere Monate der nächste Transport vorbereitet wurde. Medoff ist auch Vorsitzender der kommunalen Ausländerinnen- und Ausländervertretung in Frankfurt.
Wer den Verein mit Spenden unterstützen möchte, kann sich hier informieren.
Feuerwehr verhindert Schlimmeres
Mit mehr als hundert Kräften war die Feuerwehr vor Ort und löschte den Brand. Die Einsatzkräfte konnten glücklicherweise verhindern, dass das Feuer auf andere Gebäude übergreifen konnte.
Geruchsbelästigung in der Umgebung
Infolge des Brandes kam es im Stadtteil zu einer deutlichen Geruchsbelästigung. Die Feuerwehr riet den Anwohnern, vorsorglich Fenster und Türen geschlossen zu halten. Eine Gesundheitsgefahr bestand laut offiziellen Angaben aber nicht.
Brandermittler im Einsatz
Der entstandene Sachschaden dürfte im hohen sechsstelligen Bereich liegen, sagte eine Polizeisprecherin. Möglich sei auch ein Schaden in Millionenhöhe. Warum das Feuer ausbrach, steht noch nicht fest. Brandermittler konnten erst am Freitagnachmittag ihre Arbeit vor Ort aufnehmen