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Preiseinbrüche bei Gold und Silber

Nach monatelanger Rekordrally - Preiseinbrüche bei Gold und Silber

Gold
© Mark Baker/AP/dpa

Nachdem der Preis für Gold wochenlang stark gestiegen war, sackt er nun deutlich ab. (Archivbild)

Monatelang gab es kein Ende bei der Gold-Rekordrally. Nun ändert sich die Preisrichtung drastisch. Der Grund liegt in Washington.

Die Preise für Gold und Silber sacken nach einer monatelangen Rekordjagd deutlich ab. Eine Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete im frühen Handel rund 4.500 US-Dollar und damit bis zu acht Prozent weniger, nachdem der Preis bereits am Freitag um neun Prozent abgesackt war. Beim Silber fällt der Einbruch vom Rekordhoch noch drastischer aus. 

Was die Talfahrt ausgelöst hat

Wesentlicher Auslöser des jüngsten Preisrutsches war die Nominierung des früheren Fed-Gouverneurs Kevin Warsh als Nachfolger für US-Notenbank-Chef Jerome Powell durch US-Präsident Donald Trump. Das hatte an den Märkten Zweifel geschürt, dass es tatsächlich zu einer deutlichen Lockerung der Geldpolitik kommen wird.

Spekulanten, die auf einen noch höheren Goldpreis gesetzt hatten, dürften davon auf dem falschen Fuß erwischt worden sein. Da diese oftmals auf Kredit "zocken", kommen sie bei fallenden Preisen schnell in Bedrängnis und müssen Positionen verkaufen. Das setzt den Preis dann weiter unter Druck; eine Abwärtsspirale entsteht, bis die Lage bereinigt ist.

Trotzdem teurer als zum Jahresende

Damit kostet Gold inzwischen knapp 1.100 Dollar oder fast ein Fünftel weniger als bei dem am Donnerstag erreichten Rekordhoch von 5.595 Dollar. Trotz der deutlichen Verluste ist Gold aber noch etwas teurer als Ende 2025 - und das, nachdem der Preis im vergangenen Jahr um 65 Prozent gestiegen war. Edelmetalle - allen voran Gold - gelten bei vielen Investoren als "sichere Häfen" in Krisenzeiten.

Der Preis für eine Feinunze Silber sackte um bis zu 15 Prozent auf 72,79 Dollar ab. Das Minus am Freitag hatte nach heftigen Turbulenzen mit einem zwischenzeitlichen Abschlag von 36 Prozent am Handelsende 26 Prozent betragen. Der Silberpreis liegt damit rund 40 Prozent unter dem Rekordhoch von 121,65 Dollar. Wie Gold kostet Silber trotz der massiven Verluste seit dem am Donnerstag erreichten Rekordhoch immer noch etwas mehr als Ende 2025.

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