Öffentliche Schulden in Deutschland auf Rekordhöhe
Nah an 3-Billionen-Grenze - Schulden in Deutschland auf Rekordhöhe
Schulden auf Rekordhoch: Die öffentlichen Schulden in Deutschland erreichen einen neuen Höchststand von über 2,6 Billionen Euro.
Dies führt zu einer Pro-Kopf-Verschuldung von fast 32.000 Euro, die sich regional unterschiedlich entwickelt hat.
Rekordhöhe erreicht
Die öffentliche Verschuldung in Deutschland ist Ende 2025 auf 2.662,2 Milliarden Euro gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg um 151,4 Milliarden Euro oder sechs Prozent. Jeder Deutsche war im Schnitt mit 31.887 Euro verschuldet, was einen Anstieg um 1.821 Euro bedeutet.
Verschuldung nach Sektoren
Der Anstieg betrifft alle Bereiche des öffentlichen Haushalts, d.h. Bund, Länder, Gemeinden, Gemeindeverbände und die Sozialversicherung einschließlich aller Extrahaushalte. Diese Schulden liegen beim nicht-öffentlichen Bereich, etwa Kreditinstituten und privaten Unternehmen. Besonders beim Bund stiegen die Schulden um 6,2 Prozent auf 1.840,4 Milliarden Euro. Die Länder verzeichneten einen Anstieg um 2,9 Prozent und haben nun 624,9 Milliarden Euro Schulden.
Regionale Unterschiede
Interessanterweise sank die Pro-Kopf-Verschuldung in nur drei Bundesländern: Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Berlin. In Berlin lag dies vor allem an einer Umorganisation. Sachsen erlebte einen Schuldenanstieg von 17,1 Prozent pro Kopf, obwohl es eine der niedrigsten Pro-Kopf-Verschuldungen nach Bayern hat.
Schulden der Gemeinden steigen stetig
Die Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände stiegen das sechste Jahr in Folge, diesmal um 15,4 Prozent auf 197,0 Milliarden Euro. Nur in Thüringen sank die Pro-Kopf-Verschuldung auf kommunaler Ebene. Fast überraschend reduzierten sich die Schulden der Sozialversicherungsteile um 2,5 Millionen auf 13 Millionen Euro.