Ausländische Fachkräfte sollen schneller Jobs bekommen
Ausländische Fachkräfte - Schnellerer Zugang zu Jobs in Hessen
Damit hessische Firmen ausländische Fachkräfte schneller einsetzen können, bündelt das Land ab Oktober das Verfahren. Von diesem Monat an nimmt die Zentrale Stelle für Fachkräfteeinwanderung Hessen (ZFEH) beim Regierungspräsidium Darmstadt die Anträge für beschleunigte Fachkräfteverfahren entgegen.
Das soll Unternehmen und ihren künftigen Arbeitnehmern aus Drittstaaten helfen, die Formalitäten der Einreise zu beschleunigen.
Ansprechpartner sollen gezielt helfen
Hessische Unternehmen erhielten einen spezialisierten Ansprechpartner, der das beschleunigte Fachkräfteverfahren aus einer Hand steuere, teilte Innenminister Roman Poseck (CDU) mit. Arbeitsministerin Heike Hofmann (SPD) erklärte: "Wer zu uns kommt, um hier zu arbeiten, bringt Erfahrungen, Ideen und neue Perspektiven mit. Deshalb ist es richtig, dass wir den Weg in den hessischen Arbeitsmarkt einfacher und berechenbarer machen."
Zentrale Stelle bis Ende 2026 für ganz Hessen zuständig
Der Fachkräftemangel sei in vielen hessischen Betrieben täglich spürbar, in Kliniken und Pflegeeinrichtungen ebenso wie in der Logistik, in Ingenieurbüros und in IT-Unternehmen, hieß es in der Mitteilung. Entsprechend stark wachse die Nachfrage nach dem beschleunigten Fachkräfteverfahren.
Erst Frankfurt, dann ganz Hessen
Bislang sind in Hessen 31 kommunale Ausländerbehörden für das beschleunigte Fachkräfteverfahren zuständig, je nachdem, wo ein Unternehmen seine Betriebsstätte hat. Die neue ZFEH in ergänze die bestehenden Strukturen. Sie nimmt zunächst Verfahren für Firmen aus Frankfurt entgegen, bis Ende des Jahres dann für ganz Hessen.
Keine neuen Regeln für Anerkennung von Abschlüssen
Die Dauer der Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse bleibt vom beschleunigten Fachkräfteverfahren unberührt.