Kreuz & Quer am 20. September - Interaktiv, Rock, Kinderrecht
Kirche geht mit Euch in die Zukunft! Das zeigen wir einmal an einer spannenden Virtual Reality-Ausstellung zu Apostel Paulus im Bibelhaus Frankfurt und an besonderen Gottesdiensten – einmal in einer Bäckerei mit Erntedank-Brot vom Förderband direkt auf den Altar, einmal mit einer Lehrerband, die Kirchentexte rockt und noch einem Gottesdienst zum Kultfilm „Sister Act“. Um das Wohl von Kindern geht es auch: Am 20. September ist Weltkindertag. Und wir sprechen über das noch ziemlich unbekannte, aber wichtige Thema „Hochsensibilität“. Schaltet ein bei FFH Kreuz & Quer am 20. September von 6 – 10.
Darmstadt komplett in Kinderhand!
Darmstadt gehört am Sonntag, 20. September, den Kindern: Auf Markt- und Friedensplatz feiern Familien den Weltkindertag unter dem Motto „Starke Kinder – starke Zukunft!“. Rund 60 Initiativen, Vereine und Verbände, wie der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), laden mit Spiel-, Kreativ- und Mitmachangeboten zum großen Kinderrechte-Fest ein.
Los geht es um 11 Uhr mit einem Gottesdienst. Ab 11.30 Uhr sammeln sich Kinder und Familien am Karolinenplatz für die Kinderrechte-Demo. Von 12 bis 17.30 Uhr läuft der Erlebnisparcours, ab 13 Uhr gestalten Kinder und Jugendliche das Bühnenprogramm mit Musik, Tanz, Sport und Akrobatik. Kommt vorbei, seid dabei! Hier gibt es das komplette Programm!
Bibelhaus Frankfurt mit Paulus-VR-Ausstellung
Kleine Zeitreise gefällig? Das Bibelhaus in Frankfurt hat aktuell eine Ausstellung, die euch hautnah knapp 2000 Jahre in die Vergangenheit versetzt. Nicht in Form einer Zeitmaschine – dank eines VR-Spiels. Bis Ende Oktober könnt ihr die interaktive Ausstellung noch erleben. Dabei werdet ihr nicht nur in Form kleiner Mini-Spiele in die Zeit Jesu versetzt und schlüpft in die Haut des Apostels Paulus, sondern könnt in einem beeindruckenden virtuellen Museum besondere Exponate so nah erleben wie noch nie: Antike Münzen.
Diese lassen sich in der virtuellen Ausstellung beliebig vergrößern, im allerkleinsten Detail betrachten und sogar digital berühren. Die Spiele fordern außerdem euer Geschick und die Möglichkeit möglichst viele Punkte zu sammeln. Also genau das richtige für Highscore-Jäger! Und wer eher digitale Schatz- und Rätselsuche mag: Es gibt im virtuellen Museum auch mehrere Easter Eggs zu entdecken, die nur darauf warten gefunden zu werden. Wer sagt, Museen seien langweilig? Alle Infos zur Ausstellung findet ihr hier.
Erntedank in der Backstube
Der Duft von frisch gebackenem Brot ist einfach herrlich. In Hofgeismar bekommt ihr davon bald jede Menge: Beim Erntedank-Gottesdienst in der Bäckerei Amthor am 27. September. Dort erwartet euch nicht nur eine Andacht, sondern es gibt auch ein besonderes Brot zu kaufen – unter dem Motto Ein Brot, das verbindet. Mit dem Verkauf wird die Sanierung der Altstädter Kirche unterstützt. Besonders ausgefallen: Beim Gottesdienst in der Bäckerei laufen die Brote per Förderband direkt auf den Altar.
Gefeiert wird der Backstuben-Gottesdienst in Hofgeismar am 27. September um 11 Uhr. Neben Broten gibt es auch Musik und einen schön geschmückten Altar. Hier findet Ihr die Infos.
Hochsensibilität ist gesellschaftsfähig
Gehörst du zu den 20 Prozent der Menschen, die intensiver wahrnehmen? Hochsensibilität nennt sich das Persönlichkeitsmerkmal, das es wirklich oft gibt – aber kaum jemand darüber weiß. Wer hochsensibel ist, bemerkt feine Details, Stimmungen anderer Menschen, Gerüche oder Geräusche sehr viel schneller und eben auch intensiver. In der Gesellschaft angekommen ist dieses Thema noch zu wenig. Hochsensibilitätspädagogin Jennifer Burggraf ist ausgebildeter Profi auf diesem Gebiet. Sie klärt unter anderem auf Infoabenden bei den Familienbildungsstätten im Bistum Limburg darüber auf und gibt praktische Tipps. Am 1. Oktober könnt Ihr sie in Montabaur und am 22. Oktober in Hadamar erleben.
An diesen Abenden erfahrt Ihr, was Hochsensibilität bedeutet, welche Biologie dahintersteckt und kommt in Austausch mit anderen Eltern.
Hier haben wir nochmal ein ausführliches Interview mit Jennifer Burggraf.
Musical feiert Welturaufführung
Ein musikalisches Großereignis erwartet Nord- und Osthessen im September 2026: Das neue Poporatorium „Johannes der Täufer“ wird erstmals aufgeführt. Unter der Leitung von Popkantor Matthias Weber bringen mehr als 100 Sängerinnen und Sänger, Solisten, eine Live-Band und Blechbläserensemble das Werk in vier Kirchen der Region auf die Bühne.
Das Poporatorium erzählt die Geschichte von Johannes dem Täufer, einer bekannten Persönlichkeit und Wegbereiter Jesu aus der Bibel. Er stellte sich gegen Gleichgültigkeit oder Heuchelei und machte sich für Veränderung und Orientierung stark. Infos zu den Aufführungsterminen und Vorverkaufsstellen findet ihr hier.
Sister Act im Gottesdienst
Songs aus dem Filmklassiker „Sister Act“ ziehen Ende September in zwei Kirchen in Rheinhessen ein. Die Pfarrei Auferstehung Christi Rhein-Selz feiert am Samstag, 26. September, um 18 Uhr in St. Kilian in Nierstein und am Sonntag, 27. September, um 11 Uhr in St. Peter in Weinolsheim besondere Chorgottesdienste. Der Chor Cantemus unter der Leitung von Kai Schüler übernimmt die Musik.
Das Motto lautet „I Will Follow Him“. Der leitende Pfarrer Thomas Catta ist selbst „Sister Act“-Fan und verbindet den bekannten Filmsong mit der Frage, wem Menschen heute folgen – gerade mit Blick auf soziale Medien.
Neuordnung der Priesterausbildung startet
Mit der im April 2026 veröffentlichten Rahmenordnung „Ratio Nationalis Institutionis Sacerdotali“ regelt die katholische Kirche ab dem 1. Oktober die Ausbildung ihrer Priester neu. Sie sollen in Zukunft besser auf die veränderten Anforderungen der modernen Seelsorge vorbereitet werden: Praxisnäher, teamorientierter und unter der Beteiligung von Frauen.
Auch Organisation und Struktur der Ausbildung werden überarbeitet. Damit reagiert die katholische Kirche auf den Rückgang der Zahl an Priesterneubewerbungen und generelle Veränderungen im kirchlichen Leben. Diese Modernisierung ist eine klare Reaktion auf den Missbrauchsskandal der katholischen Kirche innerhalb der vergangenen Jahre: Themen, wie die Rolle der Frau oder die Ehelosigkeit katholischer Priester, sollen stärker in den Fokus genommen, behandelt und diskutiert werden. Offener und dynamischer soll die Ausbildung zum katholischen Priester sich insgesamt stärker mit dem aktuellen Zeitgeist auseinandersetzen. Wer für die Menschen da sein will, muss sich mit ihrer Lebenswelt beschäftigen. Das soll die Neuausrichtung der geistlichen Ausbildung auch zukünftig garantieren.
Ehrenamt in Bestform: Die Pfarrscheune in Eppstei
In der Pfarrscheune in Ehlhalten spielt sich die ganze Vielfalt des Gemeindelebens ab. Hier wird gemeinsam gefeiert und getrauert, hier wird gespielt, musiziert, diskutiert und gebetet. Was eigentlich als katholisches Gemeindezentrum geplant war, hat sich zu einer unentbehrlichen Anlaufstelle für den gesamten Ort entwickelt. Als 1997 die alte Scheune im Rathausweg verkauft wurde, griff die Gemeinde mit Unterstützung des Bistums und des Programms „Dorferneuerung“ zu. Es wurden Spenden gesammelt und viel ehrenamtliche Eigenleistung in das Gebäude gesteckt. Statt eines Fördervereins wurde ein Zweckkonto in der Pfarrei eingerichtet.
Alle packen mit an
Mittlerweile wird die Pfarrscheune von ganz Ehlhalten getragen. Rund zwei Drittel der Bewohnerinnen und Bewohner – unabhängig von ihrer Konfession – unterstützen das gemeinschaftliche Leben. Fällt einer der Verantwortlichen aus, sei schnell Ersatz gefunden, weil allen die Pfarrscheune als Treff- und Gemeinschaftsraum wichtig sei, erzählt ihr ehrenamtlicher Verwalter Albert Kretschmer.
In den Räumen gibt es eine Kinder- und Jugendbibliothek, die auch zu Spieleaktionen und Lesestunden einlädt. Im Saal, in dem 60 Leute Platz haben, finden Vorträge der Erwachsenenbildung, Fastnachtsfeiern, Musikproben, Senioren- und Familientreffen sowie Gottesdienste, aber auch private Familienfeiern und Trauerkaffees statt. Es gibt einen Jugend- sowie einen Besprechungsraum und eine voll ausgerüstete Küche. Auf dem Platz vor der Pfarrscheune beginnt der Martinsumzug, dort finden auch das Adventssingen, der Dämmerschoppen und das Stehcafé nach dem Gottesdienst statt.
Derzeit wird die alte Scheune aus dem Jahr 1631 restauriert. Balken im Fachwerk werden ausgetauscht, der Putz muss erneuert werden. Der Giebel erhält eine Schieferverkleidung als Nässeschutz. Ende September soll alles fertig sein, dann strahlt die Pfarrscheune für die Menschen in Ehlhalten in neuem Glanz und der Martinsumzug kann vor der gewohnten Kulisse starten.