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Kreuz & Quer am 21. August - Ehrenamt: engagiert mit Herzblut

Kreuz & Quer am 21. August - Ehrenamt: engagiert mit Herzblut

Sie engagieren sich ehrenamtlich und das auch an Sonn- und Feiertagen. Wir stellen in der Sendung Menschen vor, die genau das mit Herzblut machen und ihre freie Zeit für andere einsetzen. Zum Beispiel indem sie Mittagessen ausfahren – jeden Tag. Außerdem geht es in der Sendung um Urlaub in der Bibel und eine besondere Hausarztpraxis im Ketteler-Krankenaus in Offenbach, die Menschen ohne Krankenversicherung behandelt.

Alle Infos aus der Sendung...

Ein warmes Mittagessen – dank der Ehrenamtlichen

Für viele gehört es einfach dazu: Ein warmes Mittagessen. Was aber, wenn jemand nicht mehr selbst einkaufen und kochen kann? Zum Beispiel, weil Verwandte in Urlaub sind oder die Mobilität nach einem Unfall eingeschränkt ist. Genau dafür gibt es den Malteser Menüservice! Er liefert ein warmes Mittagessen nach Hause, 365 Tage im Jahr, auch an Sonntagen und Feiertagen. Dafür sorgen Ehrenamtliche, die mehr sind als nur ein Lieferdienst, sondern auch für soziale Nähe sorgen.

Jan Schellberg ist seit April Pfarrsekretär in Steinheim.

Wer in einem Pfarr- oder Gemeindebüro anruft, hat meist eine Sekretärin am Telefon. Oft, aber nicht überall. Denn es gibt auch immer mehr Männer, die diesen Beruf machen und das mit Herzblut – wie beispielsweise Jan Schelberg, der im Pfarrbüro der katholischen Pfarrei St. Johann Baptist in Hanau-Steinheim arbeitet.

Der 22-Jährige hat Bürowirtschaft gelernt und bei einem Freiwilligen Sozialen Jahr seine Leidenschaft fürs Pfarrbüro entdeckt. Er liebt den Kontakt mit Menschen, ist erster Ansprechpartner in vielen Belangen und versucht immer, eine Lösung für das jeweilige Anliegen zu finden.

Behandlung auch ohne Versicherung

Seit April 2019 gibt es sie im Ketteler-Krankenhaus in Offenbach: Eine Praxis, in der Erkrankte behandelt werden, die keine Krankenversicherung haben. Jeden Mittwoch von 17 bis 19 Uhr hat die von den Maltesern betriebene und finanzierte Praxis geöffnet. Die Bandbreite der Erkrankungen ist groß – ähnlich wie in einer normalen Hausarztpraxis auch. Anders ist, dass das Praxisteam ehrenamtlich arbeitet und viele bürokratische Vorgaben entfallen. Die Malteser Medizin für Menschen ohne Krankenversicherung (MMM) ist komplett durch Spenden finanziert.

Wie die Malteser helfen, auch zum Beispiel ukrainischen Geflüchteten, wie kreativ das Praxisteam ist, wenn es Sprachschwierigkeiten gibt und was sie motiviert, sich hier ehrenamtlich zu engagieren, darüber spricht Dr. Matthias Zimmer ausführlich im Interview

Medizin ohne Versicherung

Dr. Matthias Zimmer im Gespräch.

Egal ob Sommergrippe oder Zahnschmerzen, Blinddarmentzündung, Entzündung oder ein Hautausschlag. Wer krankes geht zum Arzt oder eine Ärztin? Klar, logisch. Und die Krankenkasse zahlt das dann nur. Es gibt viele Menschen. Die haben keine Krankenversicherung Ja. Und dann? Dafür gibt es Matthias. Zimmer Er ist Internist am Kettler Krankenhaus in Offenbach. Mittwochs, ne? Ach, Feierabend behandelt er Menschen, die keine Krankenversicherung haben. Es ist ein bisschen wie ne kleine Hausarztpraxis. Getragen und finanziert von den Maltesern. Die Leute haben alles querbeet von vielleicht ein bisschen jucken und kratzen am Arm und fragen sich warum hab ich das seit Monaten bis hin dazu, dass ich schwer Luft kriegen, dicke Beine haben.

Und im Prinzip Hilfe benötigen überhaupt zu uns zu Combat aus eigener Kraft, das gar nicht mehr schaffen, ne riesen Bandbreite von ganz einfachem Magen-Darm Entzündungen bis hin zu Tumorerkrankungen. Das ist 'ne riesen Spektrum von bis die Gründe. Warum jemand keine Versicherung hat, sind ganz vielfältig. Und es kann oft schneller gehen, als man denkt. Damit zum Beispiel dann den Privatversicherten Der in guten Zeiten ordentlich Gas verdient hat. Deswegen auch aus der gesetzlichen in die private gehen durfte, hat es gemacht. Und dann ist irgendwann die Geschäftsidee nicht mehr erfolgreich gewesen. Es pleitegegangen insolvent, muss jetzt aber in der privaten Kasse verbleiben. Kann sich aber dann die Beiträge nicht mehr leisten.

Und dann wird ihm gekündigt. Und schon hat er keine Krankenversicherung mehr und kommt jetzt in die Zwickmühle zwischen den verschiedenen Kassen. Die einen sagen aber sie müssen gar nicht zu uns kommen, weil Sie waren doch woanders Bitte gehen Sie wieder dahin, wo sie herkamen. Die wollen ihn aber nicht nehmen, weil sie wissen, Even Pleitegeier, mit dem mehr kein Geschäft machen. Und schon sitzt der zwischen den Mühlen müsst jetzt aufwendige Prozesse führen. Und dann fehlt natürlich den Leuten da die Kraft. Und welche Gründe gibt es noch? Dann haben wir wieder Leute. Die Algen arbeiten meistens auch. Er Sohn im Niedriglohnbereich.

Und dann werden die nicht richtig sozialversichert. Sprich die denken, sie wären versichert. Das heißt, sie werden gemeldet. Die werden dann aber auch nach ner gewissen Zeit wieder abgemeldet von der Krankenkasse. Und dieses ab melde Schreiben erhalten sie gar nicht, weil ihm der Arbeitgeber so nett war und hat als Wohnadresse sei Geschäft Adresse angegeben und fängt an die Post ab. Dann einmal natürlich auch Menschen, die einfach mit dem Leben,

so wie wir das im Allgemeinen vielleicht als normal halten, nicht zurechtkommen aufgrund von Erkrankungen auf Grund, auch von Schicksalen im Leben. Und die einfach nicht genug Kraft haben, diese ganzen bürokratischen Dinge zu bewältigen, die man braucht, bis man endlich eine Krankenversicherung hat. Vor allem wenn das Leben vor schon aus der Bahn war. Für die Sprechstunde und auch für die Behandlung nutzen. Matthias Zimmer und sein Team Räume im Kettler Krankenhaus. Das, was Sie hier machen, unterscheidet sich oft kaum von einer normalen Praxis, sagt Doktor Zimmer. Was genau das Gleiche ist, das ist die Intention, wie man mit dem Patienten umgeht. Nämlich ihm versuchen zu helfen, zu ergründen, warum er Beschwerden hat. Und die meinem Weg auf zu zeigen,

wie man diese Beschwerden entweder komplett aufhebt oder zumindest das Leiden lindern kann, sodass es erträglicher wird. Der große Unterschied ist allerdings das. Aber das Schöne, dass das alle bemängeln, diese Bürokratie, unter der ja viele Ärzte und Ärzte immer wieder ächzen Das haben wir nicht machen Medizin von Mensch zu Mensch mit ganz wenig Bürokratie dahinter in die offene Sprechstunde kommen sehr unterschiedliche Menschen. Gerade was die Verständigung angeht, ist da oft Kreativität gefordert. Das geht los mit Händen und Füßen. Und dann vielleicht n bisschen Englisch Brocken, die die Patienten unter Umständen mitbringen. Für die schwierigeren Fälle. Da muss man sagen, ein Hoch aufs Internet Da gibt 's inzwischen Übersetzungs Maschinen. Und wenn die Patienten lesen können, dann schreiben wir denen, das einfach besetzten.

Das Video Rettungsfallschirm lesen sich das durch. Und dann kriegen von den in Antwort zurückgeschrieben. Was wir natürlich dann auch haben, wenn alle Stricke reißen. Wir haben so kleine nette Bilderbücher. Da kann man dann seine Beschwerden anhand von Piktogrammen dann erklären und dann drauf zeigen des Dowd in alles ein bisschen länger. Aber so können wir versuchen, unseren Patzer Ente und Patent möglichst gerecht zu werden. Matthias, Zimmer und sein Team von den Maltesern nehmen sich viel Zeit für alle, die in die Praxis kommen und Hilfe brauchen. Das geht, weil sie eben nicht an bürokratische Vorgaben gebunden sind und alle ehrenamtlich arbeiten. Es ist die Motivation, den Menschen zu helfen.

Für viele von uns, insbesondere für uns Malteser, ist es ja auch eine Sache des Glaubens. Wir sehen in dem Leiden unserer Patienten Jesus, Christus und sein Leiden. Und so wollen wir dann halt auch jeden Patienten handhaben, dass wir sagen Er steht im Mittelpunkt unseres Handelns. Und das ist dann so de Spa Gad zwischen den ein, die sagen der Glauben motiviert mich und den anderen, die sagen, es ist so schön zu helfen. Und das führt uns zusammen und macht uns stark in der dieses mir aber Kosten entstehen durch. Trotzdem zum Beispiel für Medikamente oder Verbandsmaterial. Das Geld kommt aus Spenden Sag Doktor Zimmer Wir brauchen mindestens zwanzig Tausend Euro im Jahr, um diese Praxis aufgrund betreiben zu können. Das sind die Aufwendungen, die wir so haben für die Medikamente, für die Verbundstoffe Stoffe.

Aber auch für die Untersuchung, die wir manchmal einkaufen müssen. Und da sind wir auf die SPD angewiesen. Das sind manchmal Institutionen. Das sind mancher Mittelständer. Das sind aber auch einzelne Menschen, die einfach sagen ich möchte hier mir fünfzig Euro vom Munde absparen, um des Menschen zu geben, den 's noch schlechter geht als mir. Und es natürlich immer sehr schön. Wie dann die Leute zusammenrücken. Seit etwas mehr als drei Jahren gibt es die Praxis der Malteser Medizin jetzt schon. Auch den Krieg der Ukraine haben Sie gespürt. Denn plötzlich kamen deutlich mehr Geflüchtete die Sprechstunde, viele auch mit chronischen Erkrankungen Was sollen wir denn machen mit älteren Herrschaften,

die herzkrank sind, brauchen Ihre Tabletten, haben über die Flucht hinweg ihre Tabletten jetzt aufgebraucht und sitzen nun hier zwar sicher satt und warm in Deutschland. Aber der Blutdruck steigt jeden Tag weiter an. Und die Beine werden immer dicker, weil sie 's sich die Medikamente nicht kaufen können. So, und an der Stelle sind wir dann rangegangen und haben tatsächlich in den Monaten März bis Juno sehr, sehr viele Patienten um Patienten behandelt, pro Sprechstunde Wand mancher bis zu zwanzig, die dann kamen. Und wir sind sogar dann in manche Unterkünfte reingegangen, weil wir gesagt haben gut Wir kommen lieber zu euch,

wenn ihr Gesang an einem Ort wohnt, dass es einfacher, als wenn ihr dann im Gänsemarsch zu uns kommt und somit zum Beispiel auch hier in Offenbach Unterkunft gehabt mit sehr vielen Frauen und kleinen Kindern. Wir konnten alle für mehrere Wochen in gut betreuen. Echt toll, dass es dieses Angebot der Malteser gibt. Sie behandeln Menschen, die keine Krankenversicherung haben und sonst ohne ärztliche Versorgung dastehen würden. Mitarbeitenden machen das alles ehrenamtlich in ihrer Freizeit und nach Feierabend

© HIT RADIO FFH

Konzertreihe "Global Voices"

© Kinderhilfswerk Stiftung Global-Care

Musik aus Afrika und Asien: Die könnt ihr bei der Konzertreihe Global Voices erleben. Organisiert hat sie das im nordhessischen Fritzlar ansässige Kinderhilfswerk Global-Care. Das unterstützt verschiedene Hilfsprojekte unter anderem in Uganda und Nepal. Konzerte gibt’s in Flörsheim, Gudensberg, Leimsfeld und Neuental. Den Auftakt markiert die Show in Fritzlar am Freitag, den 26. August, in der Sporthalle der Ursulinenschule. Mehr Infos zu den Konzerten finden Sie auf der Homepage von Global-Care.

Aufregendes Auslandsjahr für fünf Freiwillige

Mal was anderes machen, über sich hinauswachsen und sozial engagieren: Für fünf Freiwillige aus dem Bistum Limburg beginnt jetzt eine spannende Zeit. Sie machen über die Fachstelle Freiwilligendienste des Bistums in Hadamar ein Freiwilliges Internationales Jahr (FIJ). Drei von ihnen zieht es ins afrikanische Sambia. Dort sind sie in einem eigenen Projekt eingesetzt. Mal administrativ, um Jugendveranstaltungen zu planen, mal in der Freizeitbetreuung oder einem Straßenkinderprojekt.

Eine weitere Freiwillige arbeitet in einem Jugendprojekt in Bosnien-Herzegowina, eine andere in einem italienischen Pilgerzentrum. Mit dabei und in regelmäßigem Kontakt mit ihnen sind immer die Betreuenden des Freiwilligendienstes. Interesse geweckt? Bewerben fürs nächste FIJ geht ab sofort. Infos gibt’s auf dieser Website.

Telefonseelsorge - anonyme Hilfe Tag und Nacht

Die Telefonseelsorge ist für alle da und bietet kostenfrei Hilfe rund um die Uhr per Telefon, Mail oder Chat. Geführt werden Seelsorge- und Beratungsgespräche mit Menschen in akuten Krisen oder längerfristig schwierigen Lebenssituationen: Ängste, seelische und körperliche Einschränkungen und Beziehungsfragen. Eine wichtige Aufgabe ist Auseinandersetzung mit suizidalen Situationen. Die Mitarbeitenden sind 24 Stunden erreichbar: 0800 1110-111 oder 0800 1110-222, auch per Mail oder im Chat. Infos findet ihr hier.

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