Echte Macher - Das Städel Museum in Frankfurt
Wir haben so viele tolle Unternehmen in Hessen. Einige davon stellen wir euch mal genauer vor. Was machen die? Wie machen sie es?
Diese Woche schauen wir uns mal Echte Macher in Sachen Kunst und Kultur in Frankfurt an: Das Städel Museum und seine neuen Wege, den Museumsbetrieb fit für die Zukunft zu machen.
Mit Pamela Rohde aus der Geschäftsleitung des Städel Museums und Mo Wang, Gesicht der Endowment-Kampagne und Städel-Fan, haben wir über das Städel gesprochen, die Kampagne “Städel bleibt Städel” und darüber, was das Museum zu Echten Machern macht.
Städel bleibt Städel
Ein Museum baut sich ein Polster
Das Städel Museum in Frankfurt geht auf Johann Friedrich Städel zurück, der 1728 geboren wurde. 1815 stiftete er sein gesamtes Vermögen, sein Haus und seine Kunstsammlung der Stadt Frankfurt. Daraus sollte ein Museum entstehen, das für alle zugänglich ist. Heute ist das Städel daher als gemeinnützige, private Stiftung organisiert und versteht sich als Bürgermuseum. Zu den Kernaufgaben zählen Sammeln, Bewahren, Forschen, Ausstellen und Vermitteln, digital wie analog.
Privat getragen
In Deutschland ist das ziemlich ungewöhnlich: Viele Museen sind komplett öffentlich, das Städel dagegen finanziert sich zu rund 85 Prozent privat. Jeder Eintritt, jeder Kaffee und jede Führung fließen direkt in die Museumsarbeit. Dazu kommen der Förderverein, der Städelverein, Spenden von Privatpersonen, Unternehmen und Stiftungen. Die restlichen 15 Prozent steuern die Stadt Frankfurt und das Land Hessen bei.
Das Städel Endowment
Als Museumsstiftung hat das Städel bisher kein Stiftungskapital. Die Kunstwerke sind unveräußerlich, und auch die Gebäude. Ein sogenanntes Endowment, ein Grundstockvermögen soll die Zukunft des Museums sichern. Das Endowment bleibt dauerhaft erhalten und sichert die Grundfinanzierung das Museums.
Ziel ist, weiterhin programmatisch unabhängig und finanziell eigenständig zu sein und das Museum für kommende Generationen zu erhalten.
Mit der Kampagne „Städel bleibt Städel“ wird das Endowment seit dem 23. Oktober in der Stadt Frankfurt großflächig beworben. Wer zustiften will, kommt über die Aktionsseite oder per QR-Code vom Plakat dorthin. Ab einer bestimmten Summe ist sogar eine im Haus sichtbare Würdigung für die Unterstützer vorgesehen.
Mehr Info auf der Homepage des Städel Museums.