Praktikum bei der Bundeswehr? Schüler üben in Stadtallendorf
Praktikum bei der Bundeswehr - Schüler marschieren in Stadtallendorf
Die Bundeswehr soll wachsen. Auf der Suche nach Nachwuchs geht sie - zumindest in Hessen - neue Wege. In der Herrenwaldkaserne in Stadtallendorf sind derzeit 34 Praktikantinnen und Praktikanten für zwei Woche jeden Tag zu Gast - in Uniform.
Sport, Gemeinschaft und Verantwortung
Die 14 bis 17-jährigen Schüler und Schülerinnen erleben den Alltag bei der Fernmeldekompanie der Division Schnelle Kräfte und sollen sich ein Bild machen. Bundeswehr-Ausbilder und Hauptfeldwebel Philipp Dörr sagt im FFH-Interview: “Wir wollen gut informierte junge Leute, die wissen, was Sie bei der Bundeswehr erwartet. Von hohen Abbrecherquoten hat niemand etwas.”
Freiwilliger Wehrdienst
Derzeit bekommen alle Geburtsjahrgänge ab 2008 einen Fragebogen geschickt, der verpflichtend ausgefüllt werden muss. Das Praktikum soll hier auch Eindrücke vermitteln, um sich mit einem eventuellen Wehrdienst und dem Arbeitgeber Bundeswehr zu beschäftigen.
Informationen über die Musterung und den Einstieg bei der Bundeswehr findet ihr hier
Wer sich für ein Schülerpraktikum bei der Fernmeldekompanie Division Schnelle Kräfte in Stadtallendorf interessiert, schreibt an: dskfmppraktikum@bundeswehr.org
FFH begleitet die jungen Leute für einen Tag
FFH hat die Jugendlichen einen Tag begleitet. Los geht es am frühen Morgen mit der Einkleidung. Plötzlich werden aus jugendlichen Zivilisten junge Menschen in Uniform.
Tarnschminke, Zeltbau und Hindernisbahn
An diesem Tag steht ein anspruchsvolles Stationsprogramm auf dem Plan. Die Jugendlichen bauen Zelte auf, lernen Knoten und Bunde kennen, sie werden mit Schminke und Asche sich die Gesichter tarnen, Karten studieren und dürfen eine Hindernisbahn überwinden. Dafür gibt es dann aber auch die legendäre Erbsensuppe aus der Feldküche.
Beruf erlernen bei der Bundeswehr
Die meisten der 34 Jugendlichen kommen aus der Region, ob aus Dillenburg, Alsfeld, Kirchhain oder Marburg. Alle haben sich selber um das Schülerpraktikum beworben. Manche überlegen nach der Schule, eine Ausbildung bei der Bundeswehr zu absolvieren oder sogar Berufssoldat zu werden. Ausbilder Dörr erinnert daran, wie viele Berufe sich bei der Bundeswehr erlernen lassen - vom KFZ-Mechatroniker bis zum Arzt oder Ärztin.
Besuch bei der Basisausbildung
Im Praktikums-Programm lernen die Jugendlichen auch einiges über das Prinzip Befehl und Gehorsam, über die Geschichte der Bundeswehr, über Gemeinschaft und Respekt. Auf dem Programm steht auch ein Besuch bei der regulären Basisausbildung in der Kaserne in Schwarzenborn. Da wurde so manchem klar, dass Bundeswehr erst einmal heißt, sich monatelang zu viert eine “Stube” zu teilen.
Es geht auch um Krieg und Angst
Hauptfeldwebel Dörr begleitet seit Jahren junge Menschen auf ihrem Weg in den Soldatenberuf. “Mir macht das bis heute Spaß, so wie mir der Beruf bei der Bundeswehr einfach Spaß macht. Viele der jungen Leute wollen sich bewegen und ausprobieren. Wir machen auch viel Sport. Aber natürlich geht es um alle Seiten des Soldaten-Berufes im Praktikum. Dazu gehören auch Krieg, Abschreckung und auch Angst.”
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