Trockenheit in Marburg: Grillverbot in Parks und Stadtwald
Wetzlar, Marburg & Wiesbaden - Städte erlassen Grillverbot wegen Hitze
Immer mehr Städte ziehen wegen der anhaltenden Hitze und der damit verbundenen Trockenheit Konsequenzen und erlassen ein öffentliches Grillverbot. Nach Frankfurt haben jetzt auch Marburg und Wetzlar das Grillen in allen städtischen Parks, Grünanlagen, Wäldern und auf städtischen Grillplätzen verboten. Wiesbaden sperrt alle seine Grillplätze.
Das Verbot in Marburg gilt zunächst bis zum 3. Juli - die Verbote in Frankfurt, Wetzlar und Wiesbaden unbefristet.
Verbot gilt auch für Zigaretten und Shishakohle
Nicht nur das Anzünden von Grills ist in Marburg und Frankfurt verboten, auch das Entfachen von Kerzen oder Wasserpfeifenkohlen ist untersagt. Auf öffentlichen Flächen sind auch Handlungen verboten, die potenziell Brände auslösen könnten. Das Wegwerfen von glühenden Zigaretten, brennenden Streichhölzern und die Entsorgung von Asche sind in Marburg ebenfalls betroffen. Die Stadt Frankfurt warnt auch davor, auf Friedhöfen Grablichter zu entzünden.
Erhöhte Waldbrandgefahr in Wiesbaden
Aktuell gilt in der Region in und um Wiesbaden die Waldbrand-Warnstufe 3 von insgesamt 5 möglichen Stufen. Das bedeutet den Angaben zufolge automatisch das Aus für das Grillen in Waldnähe.
Feuerwehr bittet um Mithilfe
Feuerwehr und Forstdienststellen fordern die Bevölkerung zu erhöhter Aufmerksamkeit auf. Wer ein Feuer bemerkt, soll umgehend die Notrufnummer 112 wählen und die Einsatzkräfte, wenn möglich, direkt einweisen. Zudem weisen die Behörden eindringlich darauf hin, sämtliche Einfahrten in Feld und Wald freizuhalten. Diese Wege seien im Ernstfall als Rettungswege absolut unverzichtbar.
Verstärkte Kontrollen und Auflagen bei Festen
Ordnungskräfte sollen die betroffenen Flächen nun verstärkt kontrollieren. Auch Veranstalter von Festen spüren die Trockenheit: Für sie greifen laut Stadt Wiesbaden erweiterte Auflagen. An jedem Grillstand müssen demnach zusätzliche Feuerlöscher oder gefüllte Wassereimer bereitstehen.
Wetzlar erlässt Allgemeinverfügung
Die Stadt Wetzlar hat eine Allgemeinverfügung zur Abwehr von Waldbränden erlassen, die ein Grillverbot in Grünanlagen und auf Grillplätzen beinhaltet. Im Wortlaut heißt es: „In Grünanlagen, auf Spielplätzen, im Stadtwald und in der Feldgemarkung sowie auf Grillplätzen oder an Grillhütten ist das Grillen und offenes Feuer verboten. Hierzu gehört z.B. auch das Wegwerfen von glühenden Zigarettenstummeln, brennenden Streichhölzern, Entsorgen von Asche, Tabakresten etc., welches geeignet ist, Feuer zu entfachen."
Vorsicht auch bei Glasflaschen
Die Stadt Marburg ruft Bürger zu erhöhter Vorsicht auf. Auch achtlos weggeworfene Glasflaschen stellen eine Gefahr dar, da sie Brände entfachen können. Die Stadt bittet darum, keine brennbaren Gegenstände liegen zu lassen.
Empfehlungen für private Grundstücke
Die Stadt empfiehlt, auch auf privaten Grundstücken auf offenes Feuer zu verzichten. Zudem wird appelliert, Zufahrtswege in Wäldern und Feldern freizuhalten, um im Ernstfall Platz für die Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr zu gewährleisten.